Projektleiter Klaus Danwerth in einem der Räume, in denen die einzelnen Module des Batteriespeichers untergebracht werden.

Projektleiter Klaus Danwerth in einem der Räume, in denen die einzelnen Module des Batteriespeichers untergebracht werden.

Bild: © Thorsten Ulonska

Auf dem Betriebshof der Stadtwerke Bielefeld wurde am Mittwoch der Hybridspeicher in Betrieb genommen. Die Anlage soll künftig Strom speichern und so zur Netzstabilität beitragen und ist gleichzeitig in die Fernwärme-Erzeugung des Versorgers integriert.

So besteht der Speicher aus zwei Teilen. Der Batteriespeicher hat eine Kapazität von acht MW und soll fluktuieriende Erneuerbaren-Produktion und Verbrauch in Einklang bringen. Hierzu wollen die Stadtwerke Bielefeld dem übergeordneten Netzbetreiber Tennet den gespeicherten Strom zum Ausgleich von Netzschwankungen zur Verfügung stellen.

Integriert in alten Kraftwerksstandort

Der zweite Anlagenteil umfasst zwölf Widerstandsheizer mit jeweils acht Heizelementen von je 80 kW, die die Wärme für das Fernheiznetz erzeugen. Als wäre diese Kombination aus Netzdienlichkeit und Sektorenkopplung nicht schon genug, hat der nordrhein-westfälische Versorger den Speicher in seinen ehemaligen Kraftwerksgebäuden errichtet.

Laut eigenen Angaben sei das in dieser Größenordnung einmalig in Deutschland. Während sich die Batterien in der früheren Schaltanlage des Kraftwerks befinden, sind die Widerstandsheizer in der einstigen Turbinenhalle aufgestellt. Normalerweise werden solche Speichersysteme in Seecontainern installiert.

Kosten liegen im geplanten Rahmen

Gekostet hat die Bielefeder das Vorzeigeprojekt über fünf Mio. Euro, wobei man nach eigenen Aussagen sogar unter dem geplanten Budget geblieben sei. Nach mehrwöchiger Testphase steht die Anlage nun zur Vermarktung bereit. (ls)

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