Auf den Dächern der genossenschaftlichen Wohnanlage Mühlengrund in Berlin-Hohenschönhausen werden derzeit Photovoltaikanlagen für ein Mieterstromprojekt installiert.

Auf den Dächern der genossenschaftlichen Wohnanlage Mühlengrund in Berlin-Hohenschönhausen werden derzeit Photovoltaikanlagen für ein Mieterstromprojekt installiert.

Bild: © Mathias Voelzke/Berliner Stadtwerke

Die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin und die Berliner Stadtwerke haben ein weiteres gemeinsames Mieterstromprojekt vereinbart. In der Wohnanlage Mühlengrund in Hohenschönhausen entstehen sechs Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 500 Kilowatt., teilten die Berliner Stadtwerke mit.

Mieter von mehr als 1100 Wohnungen könnten bald von Ökostrom vom eigenen Dach profitieren. Die zusammen 4000 m² großen Solaranlagen sollen auf insgesamt 23 Sechsgeschossern errichtet werden. Mit ihnen ließen sich rund 420.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr ernten und rund 235 Tonnen des Klimagases CO2 einsparen, heißt es in der Pressemitteilung des kommunalen Unternehmens.

Drittes Mieterstromprojekt mit Neues Berlin – weiteres Ausbaupotenzial

"Wir freuen uns sehr, dass Neues Berlin damit schon das dritte und dabei auch für Berliner Verhältnisse recht große Vorhaben mit uns gestartet hat", wird Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke zitiert. Sie verweist darauf, dass in der Wohnanlage Mühlengrund weiteres Ausbaupotenzial bestehe.

"Wenngleich wir Nachbesserungsbedarf im aktuellen EEG-Entwurf einfordern – etwa bei der Ausschreibungspflicht oder bei der Mieterstromlieferung an benachbarte Gebäude – sehen wir, dass Mieterstrom aktuell unter bestimmten Bedingungen und in enger Kommunikation mit den Bewohnern sowie der Genossenschaft auch unter schwierigen Bedingungen noch gelingen kann", so Busch.

Enge Zusammenarbeit mit den Stadtwerken

"Gemeinsam mit der Berliner Stadtwerke GmbH haben wir in kürzester Zeit und ohne großen Aufwand umweltfreundliche Versorgungsprojekte auf Basis erneuerbarer Energien auf unseren Dächern umgesetzt. Wir freuen uns auf weitere Projekte wie dem im Mühlengrund, um noch mehr Mietern die Möglichkeit zu geben, vom Mieterstrom zu profitieren", erklärte Thomas Fleck, Vorstandsmitglied bei Neues Berlin.

Die Berliner Stadtwerke und die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin haben 2019 bereits ein Mieterstromprojekt in der Wohnanlage Malchower Aue in Hohenschönhausen umgesetzt, heißt es in der Pressemitteilung. Dort könnten sich seither rund 640 Haushalte mit günstigem Ökostrom vom eigenen Dach versorgen.

Mehr als 19.000 Ökostrom-Kunden

Dafür wurden auf vier Gebäuden der Genossenschaft insgesamt fünf Solarstromanlagen mit einer Gesamtkapazität von 224 Kilowatt installiert. In diesem Jahr haben die Berliner Stadtwerke eine bereits existierende Solaranlage auf dem Gebäude Degnerbogen der Genossenschaft zur intelligenten Mieterstromanlage umgerüstet.

Für die Berliner Stadtwerke sei die Umsetzung lokaler Ökostromprojekte ein wichtiges Etappenziel, um eine klimafreundliche und bezahlbare Versorgung für alle Einwohner zu ermöglichen, teilte das Unternehmen mit. Neben diesem lokalen Anlagenausbau bieten die Berliner Stadtwerke mit ihrem "berlinStrom"-Tarif kommunalen Ökostrom an. Der Kundenstamm liege mittlerweile bei mehr als 19.000 Ökostrom-Haushalten. (hcn)

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