Damit es mit dem Windausbau in Deutschland endlich wieder bergauf geht, hat das Bundeswirtschaftsministerium nun eine To-Do-Liste veröffentlicht.

Damit es mit dem Windausbau in Deutschland endlich wieder bergauf geht, hat das Bundeswirtschaftsministerium nun eine To-Do-Liste veröffentlicht.

Bild: © Rheinenergie

Wie können technische Systeme an Windenergieanlagen so eingesetzt werden, dass Vogelkollisionen vermieden werden? Wie lassen sich so Windenergieausbau und gleichzeitig Vogelschutz sicherstellen? Welche Schritte sind erforderlich, damit solche technischen Lösungen möglichst schnell angewandt werden können?

Hierzu trägt eine neue Publikation des Bundesamt für Naturschutz (BfN), des Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) und der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) nun die aktuellen Entwicklungsstand zusammen, wie die Organisationen in einer Presseerklärung mitteilen.

Zuverlässige Wirkungsweise entscheidend

Die Publikation gebe einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand sowie bestehende Herausforderungen und liefere erste Antworten, um den Prozess der Anerkennung und Einführung von solchen Systemen zur Minderung von Vogelkollisionen zu begleiten und zu unterstützen, so BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Mit den neuartigen Kamera- oder Radarsystemen könne der Luftraum um eine Anlage observiert werden. Kommt eine kollisionsgefährdete Art der Windenergieanlage gefährlich zu nahe, könne die Anlage vorübergehend abgeschaltet werden. Die Erkennung der Vogelart und die Reaktion der Anlage darauf müssten jedoch zuverlässig sein, so KNE-Direktor Torsten Raynal-Ehrke laut der Mitteilung.

Noch offene Fragen

Die Zusammenstellung sei eine gute Grundlage für die weitere Diskussion der fachlichen Anforderungen und für die weiteren Schritte zur Einführung der Systeme in die Praxis, wird die Geschäftsführerin der FA Wind Antje Wagenknecht zitiert.

Es zeige sich, dass Fragen rund um die Leistungsfähigkeit der Systeme heute bereits beantwortet werden könnten. Auch zeichne sich ein Konsens über die Mindestanforderungen ab. Technisch-wirtschaftliche Aspekte sowie Fragen zur Umsetzung bei den unterschiedlichsten Projekt- bzw. Standortkonstellationen seien jedoch noch zu beantworten.

Workshops mit Experten laufen

Die offenen Fragen und Anforderungen würden derzeit mit einem Kreis von Experten im Rahmen der BfN/KNE-Workshopreihe "Anforderungen an technische Überwachungs- und Abschaltsysteme an Windenergieanlagen" diskutiert. Die Ergebnisse würden in die Fortschreibung der Publikation einfließen, heißt es in der Mitteilung weiter. (hcn)

Die Publikation kann kostenfrei hier heruntergeladen werden.

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