Der Windkraftanlagenhersteller Vestas kann sich über steigenden Umsatz freuen.

Der Windkraftanlagenhersteller Vestas kann sich über steigenden Umsatz freuen.

Bild: © Jens Büttner/zb/dpa

Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas hat das dritte Quartal besser abgeschlossen als erwartet. Zwar fiel der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um knapp vier Prozent auf 412 Mio, Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aarhus mitteilte. Der Wert lag damit aber deutlich über den Erwartungen von Analysten, die mit rund 374 Mio. gerechnet hatten.

Ende September zählte das Unternehmen bestehende Aufträge für neue Anlagen im Wert von 14,6 Milliarden Euro – rund 11,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Inklusive der Serviceaufträge beträgt der Auftragsbestand 33,9 Milliarden Euro, liegt damit 1,1 Milliarden über dem Vorjahreswert und auch so hoch wie noch nie. Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um 31 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Vestas seine Prognose: Weiterhin solle der Umsatz bei 14 bis 15 Milliarden Euro liegen.

Aktie sackte ab

Allerdings sackte die Aktie am Mittwochvormittag in Kopenhagen um 8,1 Prozent auf 1024 dänische Kronen ab, weil Anleger mit dem Verlauf der US-Präsidentschaftswahlen das Risiko höher einschätzten, dass es erneuerbare Energien bei einer Wiederwahl von Donald Trump in den USA künftig schwerer haben könnten. Zudem habe Vestas beim Auftragseingang die Erwartungen verfehlt, schrieb JPMorgan-Analyst Akash Gupta. Anstatt von gut 4,2 Gigawatt habe er mit 4,5 Gigawatt im dritten Quartal gerechnet. (dpa/gun)

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