Mit dem Technologiesprung zum Mobilfunkstandard 5G wird der Energiebedarf von Rechenzentren drastisch ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Energiekonzern Eon bei der Universität RWTH Aachen beauftragte Studie. Danach könne allein 5G den Strombedarf in Rechenzentren um bis zu 3,8 Terawattstunden (TWh) bis zum Jahr 2025 zusätzlich erhöhen, teilte das Unternehmen mit.
Deshalb bietet sich die ressourcenschonende Weiterverwendung bei Rechenzentren an, zeigt Eon auf: Derzeit werden 13 Milliarden Kilowattstunden Strom in deutschen Rechenzentren in Wärme umgewandelt – und bislang ungenutzt in die Umgebung abgegeben. Laut Studie nutzen nur 19 Prozent der Rechenzentren einen Teil ihrer Abwärme, zum größten Teil in den eigenen Gebäuden für Heizung und Warmwasser.
Abwärmepotenziale nutzen
Bis zum Jahr 2025 werden laut Studie bis zu acht TWh Abwärme zur Verfügung stehen. Eon-Vorstand Karsten Wildberger sieht hier enorme Potenziale für die nachhaltige Nutzung dieser Energie. "Heute wird die Abwärme von Rechenzentren viel zu oft ungenutzt verschwendet."
Abwärme sei wertvolle Energie, die knapp die Hälfte der eingesetzten Energie ausmache. Deshalb müssten Rechenzentren zur Wärmeversorgung von Wohnsiedlungen und ganzen Stadtteilen genutzt werden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass bis 2030 bis zu 13 Prozent des weltweiten Strombedarfs von Rechenzentren benötigt würde. (ab)
