Das Großkraftwerk des Betreibers Uniper soll voraussichtlich noch mindestens zwei Wochen außer Betrieb bleiben.

Das Großkraftwerk des Betreibers Uniper soll voraussichtlich noch mindestens zwei Wochen außer Betrieb bleiben.

Bild: © Daniel Karmann/dpa

Nach dem Feuer in einem Nürnberger Großkraftwerk will der Energieversorger N-Ergie zwei mobile Heizkraftwerke ans Wärmenetz anschließen. Sie sollten die Wärmeversorgung in einem Krankenhaus und zwei Pflegeheimen sicherstellen, sagte ein Sprecher am Mittwochmorgen.

Der Anschluss solle im Laufe des Tages erfolgen. Wie lange die zusätzliche Versorgung nötig ist, war zunächst unklar. "Wir planen aber mit zwei bis drei Wochen", teilte der Sprecher mit. Nach dem Brand am Montagabend war das Großkraftwerk des Betreibers Uniper abgeschaltet worden, voraussichtlich für mindestens zwei Wochen. Bei extrem kalten Temperaturen deckt es die Spitzenlast im Fernwärmenetz der N-Ergie ab.

Versorgung in Wohnblocks gedrosselt

Die Energieversorgung in zwei betroffenen Stadtteilen sei aber in der Nacht trotz winterlicher Temperaturen stabil geblieben. "Es musste niemand frieren", sagte der N-Ergie-Sprecher. Seit 5 Uhr wird die Versorgung in sechs Wohnblocks gesteuert gedrosselt. Je nachdem, wie sich die Temperaturen im Laufe des Vormittags entwickeln, werde entschieden, ob die Drosselung der Wohnblocks vorübergehend zurückgenommen werden kann, heißt es.

Bis die Monteure der N-Ergie die Übergangsversorgung mittels mobiler Wärmequellen aufgebaut haben, sollen die Fernwärme-Kunden in Röthenbach und Gebersdorf weiterhin ihren Heizungs- und Warmwasserbedarf auf ein Mindestmaß reduzieren. Die Stadt Nürnberg rief am Dienstag den Katastrophenfall aus. Betroffen sind etwa 15.000 Menschen der beiden Stadtteilen Röthenbach und Gebersdorf. Brandermittler suchen nach der Ursache.

Nothilfe aus München eingetroffen

Nach Bitte von N-Ergie haben die Stadtwerke München (SWM) am Montag bereits zwei Mitarbeiter nach Nürnberg entsandt. Am Mittwochmorgen hat der Kommunalversorger zudem drei mobile Heizzentralen per LKW nach Nürnberg geschickt.

Dabei handelt es sich um zwei Schiffscontainer mit Ölbrenner mit 2,2 MW und mit 1,6 MW Leistung. Die Heizzentralen werden begleitet von sechs weiteren SWM-Mitarbeitern zur Aufstellung und Inbetriebnahme. Damit kann die Versorgung im betroffenen Ausfallgebiet voraussichtlich ab dem Nachmittag sichergestellt werden. (dpa/jk)

Anlieferung und Montage einer der SWM-Heizzentralen in Nürnberg.Bild: © SWM
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