Das Avus-500-Plus-Aggregat von 2G leistet 550 kW.

Das Avus-500-Plus-Aggregat von 2G leistet 550 kW.

Bild: © 2G

Die erste KWK-Ausschreibung in diesem Jahr ging mit einer Überzeichnung von 36 Megawatt (MW) zu Ende. Zum Stichtag am 3. Juni gingen bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) insgesamt 13 Gebote  mit einem Volumen von 87 MW ein. Ausgeschrieben waren 51 MW. Während es bei den Gebotsmengen ein Plus gibt, stellt sich bei den Preisen pro kWh ein Minustrend dar.

Die Gebote reichten von 3,93 Cent pro kWH bis zu vier Cent pro kWh. Durchschnittlich wurde die Kilowattstunde für 3,95 Cent feil geboten. Im Vergleich zu den vergangenen beiden Ausschreibungen in 2018 (Durchschnittswerte: 4,31 Cent pro kWh und 4,77 Cent pro kWh) sind die Preise damit deutlich gefallen. Insgesamt erreichten die KWK-Ausschreibungen damit ihren geringsten Wert seit ihrer Einführung im Jahr 2017 (4,05 Cent pro kWh).

Zuschläge von Duisburg bis Nürnberg

Von den 87 gebotenen MW wurden „nur“ 46 MW bezuschlagt. Um nicht deutlich über die ausgeschriebene Summe zu kommen, sah die BNetzA davon ab, die 51 MW vollständig auszuschöpfen. Als erfolgreiche Bieter gingen die Stadtwerke Duisburg, die Stadtwerke Ratingen, die N-Ergie und die Steag New Energies hervor.

Parallel zur KWK-Ausschreibung wurden auch die Zuschläge für innovative Systeme vergeben. Für die insgesamt 30 MW gingen fünf Gebote ein, die alle einen positiven Förderbescheid bekommen haben. 22 MW werden dementsprechend realisiert. Und zwar von der Heizkraftwerk Halle-Trotha GmbH, von den Stadtwerken Rosenheim, sowie Heidenheim und Bietigheim. Aber auch die BTB Blockheizkraftwerks-Träger- und Betreibergesellschaft aus Berlin ist unter den erfolgreichen Bietern.

Durchschnitt sinkt auch bei innovativen KWK-Systemen

Die Zuschläge liegen zwischen 9,70 Cent pro kWh und 11,89 Cent pro kWh, was einen Durchschnitt von 11,17 Cent pro kWh ergibt und damit eine Senkung von 0,14 Cent im Vergleich zur Vorrunde.

"Die Ausschreibung für KWK-Anlagen war erneut überzeichnet, der durchschnittliche Zuschlagswert ist gesunken. Das Ausschreibevolumen ist aber weiter viel zu gering", kommentierte Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer VDMA Power Systems, die KWK-Ausschreibung. Gleichzeitig steige die Zahl der Bieter für innovative KWK-Projekte zwar, die weiter bestehenden Probleme in der Praxis zur Entwicklung von innovativen KWK-Projekten spiegelten sich aber in einer erneuten Unterzeichnung wider. "Der nächste Woche wieder aufgenommeneDialogprozess zur Zukunft der KWK im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sollte genutzt werden, hier gegenzusteuern", erklärte Krieger weiter. (ls)

(ls)

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