Die Technischen Werke Ludwigshafen arbeiten im Bereich der nachhaltigen Fernwärmeversorgung künftig eng mit der MVV Energie und den Stadtwerken Heidelberg zusammen. Die TWL beteiligt sich hierzu an der wärme.netz.werk Rhein-Neckar GmbH, einer gemeinsamen Gesellschaft der MVV mit den Stadtwerken Heidelberg. Bereits Ende vergangenen Jahres wurde eine Erweiterung der Gesellschaft beim Bundeskartellamt angemeldet, durch die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages wurde die Zusammenarbeit nun besiegelt.
Die drei Energieunternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar bündeln ab jetzt ihr Engagement für eine zukunftsfähige und klimaschonende Fernwärmeversorgung. Ziel der wärme.netz.werk Rhein-Neckar GmbH ist es, gemeinsam regionale Lösungen zu entwickeln und damit noch größere CO2-Minderungspotenziale für die Metropolregion Rhein Neckar zu erschließen. Geschäftsführer der Gesellschaft sind Eva Werner, Referentin für den regionalen Fernwärme-Vertrieb bei der MVV in Mannheim, Markus Morlock, Abteilungsleiter Anlagenservice bei den Stadtwerken Heidelberg Netze, sowie Daniel Furiak, Projektmanager im Bereich Erzeugung bei der TWL in Ludwigshafen. Sitz der Gesellschaft ist Heidelberg.
Mösl: "Steigern die Reichweite unseres Klimaschutz-Engagements"
"Fernwärme ist eine Zukunftsenergie und bestens geeignet, um eine nachhaltige Wärmeversorgung voranzubringen", sagte Thomas Mösl, Technischer Vorstand der TWL, bei der Vertragsunterzeichnung. "Durch unsere Kooperation im wärme.netz.werk steigern wir die Effizienz und die Reichweite unseres jeweiligen Klimaschutz-Engagements – auch zum Nutzen unserer Kunden." "Gerade in Ballungsräumen schafft sie in Zukunft die Grundlage einer umwelt- und klimafreundlichen Wärmeversorgung, die zudem Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet. Dazu wollen wir in den kommenden Jahren die Fernwärme in der Region schrittweise erneuerbarer machen", betonte MVV-Vorstand Ralf Klöpfer.
Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie und zuständig für die energiewirtschaftliche Ausrichtung des 100-prozentig kommunalen Energieversorgers, ist ebenfalls überzeugt: „Durch die Kooperation im wärme.netz.werk können sich nun alle Partner auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren, um sie dann gewinnbringend für die Metropolregion zu bündeln. Uns hilft die Kooperation, unsere anspruchsvollen Klimaschutzziele zu erreichen und unsere Mittel möglichst effizient einzusetzen.“
Netze werden weiter optimiert
Die Gesellschaft bietet eine gemeinsame Plattform für Zukunftsthemen rund um die Fernwärme in der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Mittelpunkt stehen dabei die Möglichkeiten, Wärmequellen aus erneuerbaren Energien und Abwärme in der Region zu erschließen. Das erfordert auch technologische Anpassungen der Netze: So steht unter anderem auf der Agenda der Gesellschaft, die Fernwärmenetze weiter zu optimieren. Zudem arbeiten die drei Partner MVV, Stadtwerke Heidelberg und TWL daran, den Netzbetrieb anzupassen, um Wärme aus erneuerbaren Energien in die Systeme integrieren zu können. Konkrete Projekte sind in Vorbereitung. (hoe)
