Die Koelnmesse will nachhaltiger werden, hierzu gehört auch eine möglichst klimafreundliche Wärmeversorgung.

Die Koelnmesse will nachhaltiger werden, hierzu gehört auch eine möglichst klimafreundliche Wärmeversorgung.

Bild: © Moka Studio 

Die Koelnmesse will ihre Wärmeversorgung klimafreundlicher gestalten und hat sich hierfür die Rheinland-Kooperation, eine Partnerschaft aus Eon und Rheinenergie, an Bord geholt. Bis 2028 soll aus einer zentralen, fossilen Energieversorgung des Messegeländes eine dezentrale Kombination aus Wärmepumpen, Elektroheizkesseln und Fernwärme werden, sodass künftig etwa 5800 Tonnen CO2-Emissonen pro Jahr eingespart werden können.

Rund drei Viertel des Wärmebedarfs sollen laut dem neuen Versorgungskonzept über Hochtemperatur-Wärmepumpen gedeckt werden. Als Energiequellen sollen Umgebungsluft und Grundwasser dienen. Drei Elektroheizkessel mit einer Gesamtleistung von etwa 12 MW sollen zu Spitzenlastzeiten zum Einsatz kommen und für Redundanz und damit Versorgungssicherheit sorgen.

Wärmekonzept ist Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie 

Bei besonders hohem Wärmebedarf, etwa im Winter, soll zusätzlich Fernwärme aus dem Netz der Rheinenergie für das Messegelände zur Verfügung stehen. Im Sommer hingegen wird die Messe selbst zum klimafreundlichen Erzeuger für das Fernwärmenetz am Rhein. Da die Wärmepumpen die Gebäude dann kühlen, wird die dadurch entstehende Abwärme zurück ins Fernwärmenetz gespeist und trägt damit zur Dekarbonisierung der Fernwärme insgesamt bei. Diese Öffnung des Netzes für die Rückeinspeisung ist ein Pilotprojekt für die Rheinland-Kooperation.

Die Defossilisierung der Wärmeversorgung auf dem Messeareal ist nur ein Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Koelnmesse. So setzt das Veranstaltungsunternehmen bereits heute auf 100 Prozent Ökostrom in den Gebäuden und will die Beleuchtung vor Ort schrittweise auf LEDs umstellen. Auch die Lüftungsanlagen sollen ausgetauscht werden und so zu einer Energieeinsparung von etwa 50 Prozent führen. Bis zum Ende der Dekade will die Koelnmesse ihren Energieverbrauch um 35 Prozent senken.

Veranstaltungssektor will klimafreundlich werden 

Außerdem plant das Unternehmen, bis 2030 beim Systemstandbau etwa 80 Prozent wiederverwendbare Materialien einzusetzen. Insgesamt setzt sich der Messeveranstalter für die nachhaltige Entwicklung der Branche ein und ist Mitglied des Projekts „Zero Carbon Events“. Ziel der Initiative ist es, den Veranstaltungssektor in Richtung Netto-Null-Emissionen zu führen. (lm)

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