Das dritte innovative Kraft-Wärme-Kopplungs(iKWK)-Projekt der Stadtwerke Heidelberg bekam den Zuschlag bei der Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Es ist mit den anderen beiden iKWK-Projekten baugleich: Das System umfasst eine KWK-Anlage mit 2 MWel/2 MWth, eine Wärmepumpe mit 1,5 MWth sowie Power-to-Heat jeweils 600 KWth. Die Wärme wird künftig in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Heidelberg eingespeist.
"Der "erneuerbare Kern" des Anlagenkonzeptes sind die Luftwärmepumpen, die für die Umwälzung jeweils "Lufttürme" mit einer Höhe von 15 Metern und einem Durchmesser von vier Metern erhalten", erläutert Tobias Enders, Gruppenleiter Wärmetransformation der Stadtwerke Heidelberg Umwelt der ZfK. Mit diesem "Luftkraftwerk" erhöhe sich der Anteil erneuerbaren Wärme in dem Versorgungsgebiet.
16 Mio. Euro kosten alle drei iKWK-Projekte
Die Gesamtinvestitionen aller drei iKWK-System belaufen sich dabei auf ca. 16 Mio Euro. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen für iKWK-Anlagen amortisieren sich die Investitionen bis zum Ende des Förderzeitraums. Wobei Peter Erb, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt, ergänzt: "Die CO2-Bepreisung senkt die Wirtschaftlichkeit der ersten beiden iKWK-Projekte und schlägt sich unter anderem in einer längeren Amortisationszeit nieder."
Da die Modalitäten der CO2-Bepreisung aber noch neu sind und teilweise noch Regelungslücken bestehen, könne der zeitlichen Verzug nur geschätzt werden: "Aktuell rechnen wir damit, dass sich der Zeitpunkt der Amortisation um ein Jahr nach hinten verschiebt", so Erb. Durch den CO2-Preis seien die Projekte jedenfalls nicht gefährdet, weil dieser einkalkuliert wurde. Geschäftsführer Michael Teigeler sieht hingegen einigen Anpassungsbedarf bei der KWK-Ausschreibung, weil die Rahmenbedinungen sich geändert haben.
Die Heidelberger bleiben fest dabei: "Sofern die Möglichkeit und Einsatzbedingungen stimmen, ziehen wir für unsere Erzeugungsstrategie weitere KWK bzw. iKWK-Anlagen in Betracht – als Beitrag zur Umsetzung unserer Klimaschutzziele", bekräftigt Enders. (gun)
Hinweis: Auf die aktuelle Ausschreibung zur Förderung durch die Bundesnetzagentur können sich iKWK-Systeme zwischen 1 MWel bis 10 MWel bewerben. Grundsätzlich gab es keine Änderungen. In der ZfK Januarausgabe 2021 auf Seite 17 war fälschlicherweise eine Ausschreibungsgrenze von nur 10 MWel angegeben. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. Nähere Informationen zu den Anforderungen der Gebote finden Sie hier.



