Der Energieverbrauch in Deutschland wird in diesem Jahr nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) um rund zwei Prozent auf 437 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten zurückgehen. Die AGEB nannte als Gründe für den Rückgang des Energieverbrauchs eine verbesserte Energieeffizienz, Veränderungen im Energiemix und konjunkturell bedingte Rückgänge in den energieintensiven Industriezweigen.
Gleichzeitig ließen zum Beispiel kühlere Witterung, eine steigende Bevölkerungszahl und eine höhere Wirtschaftsleistung den Verbrauch steigen. Ohne Einfluss der Witterung hätte der Verbrauchsrückgang drei Prozent betragen, teilte die AGEB mit.
Erneuerbare legen zu
Besonders rückläufig waren in den ersten neun Monaten der Verbrauch von Steinkohle mit minus 18 Prozent und von Braunkohle mit minus 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Gegenzug stieg der Anteil der erneuerbaren Energien um vier Prozent. Hervorstechend war die Windkraft. Diese produzierte 17 Prozent mehr Strom. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten deutschen Energieverbrauch erhöhte sich damit auf 14,8 Prozent.
Die beiden Energieträger Öl und Gas legten um 1,9 und 3,9 Prozent zu. Der höhere Gasverbrauch erklärt sich unter anderem mit dem gestiegenen Einsatz in Kraftwerken. Die Energiewirtschaft hat in den ersten neun Monaten ihre CO2-Emissionen um 40 Mio. Tonnen gegenüber zum Vorjahreszeitram verringert. (ab)

