Nach der Genehmigung im November 2018 konnten die Stadtwerke Flensburg nun die zwei bedeutendsten Bausteine des Neubau-Projekts 'Kessel 13' "unter Dach und Fach" bringen. Die Stadtwerke haben die Verträge für die Gasturbine und den Abhitzekessel unterzeichnet.
Auftragnehmer für die Gasturbine ist die Firma Siemens, die mit ihrem Typ SGT 800 C1 allerneueste Technik für das Flensburger Kraftwerk liefert. Für Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projektleiter Kessel 13 bei den Stadtwerken Flensburg ist auch die langfristige Zusammenarbeit wichtig: "Die neue Turbine ist das Nachfolgemodell der Anlage, die bereits im Kessel 12 erfolgreich läuft. Wir sind damit so zufrieden, dass wir die Zusammenarbeit mit Siemens fortsetzen und deren neueste Turbinenversion einsetzen wollen."
Kessel ist ready für H2 und synthetisches Methan
"Wir freuen uns, ein weiteres gemeinsames Kapitel der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Flensburg aufzuschlagen und den Umbau des Erzeugungsparks mit umweltfreundlicher und zukunftssicherer Gasturbinenspitzentechnolgie zu unterstützen", fügt Matthias Kress, Siemens Gas and Power, Vice President Sales Germany Power Generation hinzu.
Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke, ergänzt: "Auch langfristig ist das im Hinblick auf die Energiewende eine gute Entscheidung. Wir können im neuen Kessel 13 bis zu 50 Prozent Wasserstoff verbrennen. Regenerativ erzeugtes synthetisches Methan können wir zu 100 Prozent einsetzen. Unser Kessel 12 kann diese Brennstoffe in den gleichen Anteilen verarbeiten."
Inbetriebnahme soll 2022 folgen
Der Abhitzekessel stammt von der Firma Mitsubishi Hitachi Power Systems (MHPS). Der Kessel 13 soll im Jahr 2022 in Betrieb gehen. So ersetzen die Stadtwerke innerhalb von sechs Jahren vier von fünf Kohlekesseln im Flensburger Heizkraftwerk. Bereits im Jahr 2016 gingen mit Inbetriebnahme des Kessel 12 zwei Kohlekessel außer Betrieb. (pm)
