Beim Recyclinghaus im hannoverschen Stadtteil Kronsberg handelt es sich um einen Prototypen, der als Vorbild für weitere Projekte dienen könnte.

Beim Recyclinghaus im hannoverschen Stadtteil Kronsberg handelt es sich um einen Prototypen, der als Vorbild für weitere Projekte dienen könnte.

Bild: © Olaf Mahlstedt

Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat sich für so viel Recycling wie möglich beim Bauen ausgesprochen. Ziel müsse sein, so zu bauen, dass die Materialien leicht voneinander getrennt werden könnten, sagte Danny Püschel, Nabu-Referent für Energiepolitik und Klimaschutz, der Deutschen Presse-Agentur. «Dann entwickelt sich dafür auch ein Markt.»

Vielfach würden aber geklebte und verschweißte Verbundstoffe verwendet, die sich nicht trennen ließen. Über die Hälfte des Abfalls bundesweit stamme vom Bau – und 30 bis 40 Prozent des CO2-Ausstoßes.

Recycling-Haus in Hannover

Viel Bauschutt gehe in Zwischenschichten beim Autobahnbau, allerdings sei es «viel zu teuer, ein schönes Backsteinhaus mit dem Bagger abzureißen und als Schotter zu verwenden», mahnte Püschel. Er forderte, Stoffe im Kreislauf zu halten statt «auf der Halde». Dafür müssten bestehende Hürden abgebaut werden.

Ein Haus, das zum großen Teil aus gebrauchten Materialien besteht, ist im Stadtteil Kronsberg in Hannover entstanden. Zwar lasse sich ein solches Projekt «nicht beliebig duplizieren», sagte Franz-Josef Gerbens, Prokurist des Bauunternehmens Gundlach GmbH. Man werde aber versuchen, Recyclingmaterial verstärkt zu verwenden. Bei den Vorreitern der Branche liege das Thema in der Luft: «Es passt in den Megatrend Klimaschutz.» (jk)

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