Corona dürfte auch in der Bilanz der Stadtwerke Solingen ihre Spuren hinterlassen, kündigte Geschäftsführer Andreas Schwarberg an.

Corona dürfte auch in der Bilanz der Stadtwerke Solingen ihre Spuren hinterlassen, kündigte Geschäftsführer Andreas Schwarberg an.

Bild: © Stadtwerke Solingen

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Solingen (Nordrhein-Westfalen) hat vergangene Woche zum letzten Mal mit 18 Mitgliedern und unter Vorsitz von Manfred Krause getagt. Künftig würden wie gewohnt nur noch zwölf Mitglieder im Gremium sitzen, teilt der Kommunalversorger mit.

Zeitweilig gab es 18 Aufsichtsratsmitglieder, um der Forderung der Bezirksregierung nach einer entsprechenden Änderung des Gesellschaftervertrags nachzukommen. Zwölf Anteilseignervertretern standen sechs Arbeitnehmervertreter gegenüber. Jetzt ist das Verhältnis acht zu vier.

"Zahlreiche wegweisende Entscheidungen"

Aus dem alten Aufsichtsrat verabschiedet wurde Krause, der das Gremium seit 2009 leitete. Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Schwarberg bedankte sich bei ihm und den anderen ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für die "langjährige und gute Zusammenarbeit". Gemeinsam hätten die Verantwortlichen "zahlreiche wegweisende Entscheidungen" getroffen.

Schwarberg nannte unter anderem die Beteiligung an der Trianel GmbH, der weitere Beteiligungen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien gefolgt seien, sowie das Vorantreiben der Digitalisierung.

Corona hinterlässt Spuren

Auch zur aktuellen Lage äußerte sich der Geschäftsführer. "Die Coronakrise ist auch an der Energiewirtschaft nicht vorbei gegangen und hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz der Stadtwerke Solingen", sagte er. "Die Industrie wurde zeitweise heruntergefahren, der Energieabsatz ist in dieser Zeit gesunken." Dazu kämen nicht unerhebliche Fahrgeldausfälle, die den Verkehrsbetrieb in dieser Zeit schwer getroffen hätten.

Dennoch: "Unter dem Strich konnten die coronabedingten Verluste noch in Grenzen gehalten werden", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Krause. "Letztlich haben wir eine Planabweichung von zwei Millionen Euro im Jahresergebnis zu verzeichnen, die sich gleichmäßig auf die beiden Betriebssparten aufteilen." Hierzu habe auch die durch Land und Bund  durchgeführte Rückerstattung der coronabedingten Fahrgeldausfälle beigetragen.

Wahl des neuen Aufsichtsratschefs

Der neue Aufsichtsrat der Stadtwerke findet sich laut Pressemitteilung am 10. Dezember zu einer konstitutiven Sitzung zusammen. Dann wird auch der neue Vorsitzende des Gremiums gewählt. (ab)

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