Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will seine "führende" Position im "dezentralen" Geschäft mit Unternehmenskunden auch in Großbritannien, den Niederlanden und im Heimatland Schweden ausbauen. Er hat es daher zu einer eigenen "Geschäftseinheit" (Business Unit) aufgewertet. Dies geht aus einem Blog-Eintrag der deutschen Vattenfall vom Donnerstag hervor.
In Deutschland ist die Vattenfall Energy Solutions GmbH mit juristischem Sitz in Hamburg das Gesicht des Konzerns für Energiedienstleistungen (EDL) und das Geschäft mit der Bau- und Immobilienwirtschaft. Sie hat bundesweit 350 dezentrale Energieerzeugungs-Anlagen in Betrieb genommen und expandiert, so die Website. Für die Fernwärmekunden in Berlin und Hamburg ist sie seit Kurzem ebenfalls der Ansprechpartner; früher war das die Vattenfall Wärme GmbH.
Neuer Chef aus der "New Energy" von Vattenfall
Seit Montag nun hat die Energy Solutions eine veränderte zweiköpfige Geschäftsführung: Den Vorsitz des neuen Duos führt nun Christian Feuerherd. Der 43-jährige Berliner ist seit 2002 bei Vattenfall und gehört der Geschäftsführung der Energy Solutions seit November 2016 an. Er bringt weitreichende Erfahrungen unter anderem aus der New-Energy-Gruppe des Konzerns ein, aber auch aus dem Fernwärmegeschäft in Berlin und Hamburg.
Neu in der Geschäftsführung ist der Digitalisierungs- und Submetering-Experte Michael Seidler (51). Er hatte schon seit Jahresanfang Prokura und folgte nun Hanno Balzer nach, der bereits Anfang März nach 22 Jahren bei Vattenfall und Vorgängerunternehmen ausgeschieden war. Balzer wird Geschäftsführer des Speicherspezialisten Lumenion.
Vattenfall-GmbH-Geschäftsführer Tuomo Hatakka sprach Balzer Dank und Anerkennung aus. Seidler verantwortet den Bereich "Digitale Lösungen für die Immobilienwirtschaft", unter anderem eine neuerdings volldigitalisierte Heizkostenabrechnung. Zuvor war Balzer mehrere Jahre im Submetering-Geschäft des großen Ablesedienstleisters Ista tätig. (geo)



