Bild: © VVS

Eine Zone für Stuttgart und deutlich weniger Zonen in den Landkreisen, das ist das Ziel der Tarifreform des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS). Da die Reform insgesamt rund 42 Mio. Euro pro Jahr verschlingt, hängt die Umsetzung nun von der Zustimmung der Gesellschaftergremien ab, teilte der VVS mit.

Verschiedene Optionen der Reform wurden vom Aufsichtsrat diskutiert: Vorerst soll die Landeshauptstadt zu einer Tarifzone vereinheitlicht werden, so dass auch Pendler bei der Fahrt in den Talkessel (Innenstadt) eine Tarifzone sparen. Darüber hinaus wurde sich darauf geeinigt, dass die Sektorgrenzen in den Außenbereichen abgeschafft werden und der 60er und 70er Ring zusammengefasst werden. Damit würde es in Stuttgart und den Verbundslandkreisen anstatt von 52 Tarifzonen nur noch fünf bis sechs Ringzonen geben. Das würde auch der stark belasteten Luft in Stuttgart gut tun.

Weniger Fahrtkosten bedeutet höhere Reformkosten

„Unser Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich für den ÖPNV zu gewinnen. Mit der Reform wollen wir das Tarifsystem des VVS übersichtlicher gestalten und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs vereinfachen. Viele Kunden würden auch preislich profitieren.“ Da Fahrgäste künftig weniger Zonen passieren würden um an ihr Ziel zu kommen, fallen auch weniger Fahrtkosten an. Für den VVS bedeutet das weniger Einnahmen und erklärt die hohen Reformkosten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn zeigte sich jedoch zuversichtlich: „Die Tarifzonenreform im VVS ist auf einem guten Weg. Die Finanzierung ist nicht einfach, es ist ein hoher Millionenbetrag zu stemmen – und das jährlich. Aber ich habe den Eindruck, dass alle Partner an einem Strang ziehen. Ziel ist, die notwendigen Beschlüsse bis zur Sommerpause zu treffen, damit die Tarifzonenreform im Laufe des Jahres 2019 umgesetzt werden kann.“ (ls)

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