Der Hamburger ÖPNV ist ein wesentlicher  Bestandteil des "Switchh"-Konzepts.

Der Hamburger ÖPNV ist ein wesentlicher Bestandteil des "Switchh"-Konzepts.

Bild: © Hochbahn

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) erwartet in diesem Jahr rund eine Viertelmilliarde weniger Einnahmen als zunächst gedacht. Die coronabedingten Einnahmeausfälle im öffentlichen Nahverkehr gebe es nicht nur in Hamburg, teilte die Verkehrsbehörde am Mittwoch mit. «Der Bund hat für diese Situation zusätzliche Gelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bundesweit bereit gestellt, mit denen die ÖPNV-Unternehmen unterstützt werden.» Die Mindereinnahmen müssten also nicht ausschließlich durch Hamburger Steuermittel bezahlt werden. Zuvor hatte der Sender NDR 90,3 über den Rückgang der Einnahmen berichtet.

«Konkret wurde mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent auf 805 Millionen Fahrgäste, sowie mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent auf 917 Millionen Euro Fahrgeldeinnahmen gerechnet, heißt es in einer Bürgerschaftsdrucksache von Ende September. Nach der Prognose für die Bürgerschaft werden es 2020 aber nur 540 Millionen Fahrgäste sowie 660 Millionen Euro Einnahmen sein - es fehlen daher 257 Millionen Euro.

Höhere Ticketpreise für Bus und U-Bahn geplant

«Für uns war und ist die Sicherheit und Verlässlichkeit der öffentlichen Nahverkehrsangebote gerade auch während der Corona- Pandemie sehr wichtig», betonte der zuständige Senator Anjes Tjarks (Grüne). Der HVV hatte bereits Ende September mitgeteilt, dass Bus- und U-Bahnfahren in Hamburg im nächsten Jahr um durchschnittlich 1,4 Prozent teurer werden soll.

Der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Hamburg, Lorenz Palte, erklärte, die öffentlichen Unternehmen verstärkten den Effekt der wegbrechenden Steuereinnahmen noch, denn auch dort habe Corona heftige Spuren hinterlassen. «Die Öffentlichkeit braucht Transparenz darüber, in welchem Ausmaß die öffentlichen Unternehmen gestützt werden müssen», forderte er. (dpa/hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper