Diese Generation der GT6M-Züge soll ab Herbst 2023 durch neue Straßenbahnen ersetzt werden: Projektleiter Siegmar Minke (von links), Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zaremba und Nahverkehrs-Geschäftsführer Andreas Möller beim Pressetermin.

Diese Generation der GT6M-Züge soll ab Herbst 2023 durch neue Straßenbahnen ersetzt werden: Projektleiter Siegmar Minke (von links), Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zaremba und Nahverkehrs-Geschäftsführer Andreas Möller beim Pressetermin.

Bild: @ Anja Tautenhahn/Stadtwerke Jena

Die Stadt Jena möchte 33 neue Straßenbahnzüge kaufen. Der Ausschreibungsprozess zur Beschaffung der neuen Bahnen wurde gestartet, wie die Stadtwerke Jena am Mittwoch (30. Oktober) mitteilten. Die Kosten für die Verjüngung der Straßenbahnflotte bezifferten die Stadtwerke auf 153 Mio. Euro: 118,5 Mio. für die neuen Bahnen und 34,5 Mio. für Infrastrukturanpassungen.

Mit den neuen Zügen solle auf die steigende Nachfrage im Nahverkehr reagiert werden: 22,4 Mio. Fahrgäste nutzten nach Angaben der Stadtwerke im Jahr 2018 Busse und Bahnen. 2013 waren es noch 19,3 Millionen. Die neuen Bahnen sollen geräumiger sein als die alten. Die Stadtwerke rechnen damit, dass die ersten Züge 2022 geliefert werden.

Mehr Flexibilität und mehr Multifunktionsflächen

Konkret plant der Jenaer Nahverkehr, die Generation der 33 GT6M-Niederflurstraßenbahnen durch neue Fahrzeuge zu ersetzen. Es ist die größte Bestellung seit Jahrzehnten. "Wichtig ist uns bei der Neubeschaffung, dass die Fahrzeuge größer und flexibler sind sowie Multifunktionsflächen für Kinderwagen, Rollstuhl und Fahrrad haben", so Projektleiter Siegmar Minke vom Jenaer Nahverkehr. Auch sonst soll der Standard der Technikentwicklung angepasst werden. Beispielsweise sind neue Fahrer- und Fahrzeugassistenzsysteme, Klimatechnik und moderne Fahrgastinformationssysteme mit verbesserter Außenanzeige vorgesehen. (dpa/hoe)

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