Nach 17 Jahren im Deutschen Bundestag wurde Kerstin Andreae (Grüne) als Nachfolgerin von Stefan Kapferer (FDP) an der Spitze der BDEW-Hauptgeschäftsführung gewählt.

Nach 17 Jahren im Deutschen Bundestag wurde Kerstin Andreae (Grüne) als Nachfolgerin von Stefan Kapferer (FDP) an der Spitze der BDEW-Hauptgeschäftsführung gewählt.

Bild: © Rainer Christian Kurzeder

Der Rückgang des Treibhausgas-Ausstoßes ist aus Sicht des Energieverbands BDEW ein Beleg dafür, dass die Energiewende erfolgreich sein kann – wenn die Politik sie weiter vorantreibt. "Allein die Energiewirtschaft hat ihre Treibhausgasemissionen im letzten Jahr um 44 Prozent gesenkt", sagte die Vorsitzende Kerstin Andreae der dpa. "Die Zahlen zeigen: Die Energiewende kann funktionieren." Es brauche in allen Wirtschaftsbereichen entschlossenes Handeln, aber dringend auch die Unterstützung der Politik, um auf dem Erfolgspfad zu bleiben.

Andreae machte deutlich, was aus Branchensicht die nächsten Schritte sein müssen: "Die Bundesregierung muss endlich ein stimmiges Kohleausstiegsgesetz vorlegen, damit die schrittweise Reduktion der Kohleverstromung starten kann", forderte sie. Parallel müsse der Ausbau der erneuerbaren Energien an Tempo zulegen. "Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass der Ausbau von Windanlagen an Land nicht zum Erliegen kommt, sondern wieder Fahrt aufnimmt." Auch Solaranlagen müssten weiter gebaut werden. Sonst werde das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen, nicht erreicht werden. (dpa/gun)

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