Für smarte Energienetze ist die Kopplung aller Sektoren notwendig.

Für smarte Energienetze ist die Kopplung aller Sektoren notwendig.

Bild: © gettyimages

Der Deutsche Mobilitätspreis der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zeichnet "herausragend innovative Projekte aus, die den digitalen Wandel der Mobilität vorantreiben." In diesem Jahr zählten neben Innogy mit ihrer smarten Straßenbeleuchtung auch das "EiTicket Plus" der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (MHV), "Jelbi" von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und das von den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein initiierte "Ioki"-Shuttle zu den Preisträgern.

Das "EiTicket Plus" der MHV ist ein kommunenübergreifendes ÖPNV-Abo, dass durch die optionale Jahresmiete eines Pedelecs ergänzt wird. Das Basisabo, das reine "EiTicket", ermöglicht die Nutzung von Bus und Bahn in sechs Kommunen ab rund 1,20 Euro pro Tag. Die "Plus"-Erweiterung beinhaltet die Miete des E-Bikes, das dem Abonnenten zur freien Verfügung im Tarifgebiet steht. Außerdem kann das Pedelec kostenlos in Bussen und Bahnen der sechs Kommunen mitgenommen werden. Auch eine Diebstahlversicherung ist im Angebot inbegriffen.

"Jelbi" als Vernetzung der Mobilitätsangebote

Mit der Vernetzungsplattform "Jelbi" bietet die BVG den Berlinern die Möglichkeit, neben dem ÖPNV Zugang zu den weiteren Formen der Mobilität und deren Anbietern in nur einer App zu erhalten. Damit wollen sie die Komplexität des Berliner Anbieterdschungels reduzieren und vor allem einen Vergleich der verschiedenen Angebote für die Strecke, die man zurücklegen will, möglich machen. Die unterschiedlichen Anbieter sind in der App direkt buch- und bezahlbar.

Das On-Demand-Shuttle-Angebot "Ioki-Hamburg" ist in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) integriert und soll Menschen in Osdorf und Lurup den Zugang zu innerstädtischer Mobilität erleichtern, indem Wege zu weiter entfernten Haltestellen überbrückt werden. Dabei gibt es keinen festen Fahrplan oder Linien – das Shuttle wird einfach per App bestellt werden und kostet nur einen Euro Aufpreis zum Nahverkehrsticket. Die Fahrgäste mit ähnlichen Routen werden dann mithilfe eines Algorithmus automatisch zu Fahrgemeinschaften gebündelt und gemeinsam befördert. Der Service wurde bereits von 200.000 Fahrgästen genutzt.

Smarte Straßenbeleutung von Innogy

Ein weiterer Gewinner des Deutschen Mobilitätspreises ist die "Smart Pole Factory" von Innogy, die intelligente Straßenlaternen („Smart Poles“) entwickelt. Diese können dann neben der effizienten Straßenbeleuchtung zum Beispiel auch als Ladepunkt für Elektroautos oder als WLAN-Router dienen und sogar die Auslastung von Parkflächen analysieren oder Umweltdaten erheben. Auch die Ausstattung mit einem Notrufknopf oder einer Kamera sind denkbar. Der Vorstand für Netz und Infrastruktur bei Innogy, Hildegard Müller, sagt dazu: "So begleitet Innogy Kommunen auf ihrem Weg zur Smart City." (pm)

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