Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau.

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau.

Bild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Eigentlich hätte die Hannover Messe vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt stattfinden sollen. Nachdem sich das Cornoavirus zunehmend auch in europäischen Ländern verbreitet und andere internationale Messen wie der Mobile World Congress in Barcelona, die ITB in Berlin, die Leipziger Buchmesse, der Genfer Automobilsalon oder die Handwerksmesse in München  bereits gestrichen wurden, haben die Organisatoren jetzt bekannt gegeben, die Messe zu verschieben. Sie soll jetzt vom 13. bis 17. stattfinden.

Man sei lange im Austausch mit den Gesundheitsbehörden gestanden: «Wir schauen uns die Entwicklung tagtäglich an», hatte ein Sprecher erklärt. Auch IT-Konzerne wie Google, Amazon, Huawei, SAP oder Microsoft hatten sich zur diesjährigen Hannover Messe angemeldet. Partnerland ist Indonesien, dessen Präsident Joko Widodo anlässlich der Ausstellung Deutschland besuchen wollte.

Keine Absagen in größerem Umfang

Zunächst war noch ein gesondertes Hygiene- und Gesundheitskonzept erarbeitet worden. Bei der Reifenmesse «Tire Technology Export» hatte es jüngst verschärfte Sicherheitsvorkehrungen gegeben: Besucher mussten bestätigen, in den Tagen vor ihrer Ankunft nicht in China gewesen zu sein. Körpertemperatur-Scanner wurden eingeführt und Spender mit Desinfektionsspray aufgestellt. Sicherheitsleute öffneten Türen zur Vermeidung von häufigem Kontakt mit Türklinken.

Bei der Hannover Messe hatte es Absagen von Teilnehmern bisher nicht in größerem Umfang gegeben. Allein wegen der Reisebeschränkungen in China hatte die Deutsche Messe AG aber schon mit deutlich weniger Gästen als üblich aus der Volksrepublik gerechnet. Die Ausstellung wollte in diesem Jahr vor allem neue Technologien für mehr Klimaschutz, den jüngsten Stand beim 5G-Mobilfunkstandard und datengesteuerte künstliche Intelligenz zeigen. (dpa/sg)

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