Die Kosten für das Heizen haben sich nach Angaben des Vergleichsportals Check24 innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt

Die Kosten für das Heizen haben sich nach Angaben des Vergleichsportals Check24 innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt

Bild: © Fabian Sommer/dpa

Die Oppositionsparteien CDU, Linke und AfD haben den von der Ampel-Koalition geplanten einmaligen Heizkostenzuschuss für finanzschwache Haushalte als nicht weitgehend genug kritisiert. «Dieser Schritt ist grundsätzlich erstmal richtig, er reicht aber bei weitem nicht aus», sagte der CDU-Abgeordnete Michael Breilmann (CDU) am Freitag bei der ersten Lesung des von Bauministerin Klara Geywitz (SPD) vorgelegten Gesetzesentwurfs im Bundestag.

Mit dem geplanten Heizkostenzuschuss reagiert die Ampel auf stark gestiegene Energiepreise. Der Entwurf sieht vor, finanzielle Mehrbelastungen für wohngeldbeziehende Haushalte sowie Auszubildende und Studierende mit geringem Einkommen durch eine Einmalzahlung «abzufedern». Ein Single-Haushalt soll demnach einen Zuschuss von 135 Euro bekommen.

Auch Mittelschicht betroffen

CDU-Politiker Breilmann sagte, die Effekte der hohen Energiekosten seien bis weit in die Mitte der Gesellschaft spürbar. Daher sollten nicht nur Menschen mit geringen Einkommen entlastet werden. Auch Haushalte mit mittleren Einkommen dürfe man nicht im Stich lassen.

Linke-Chefin Susanne Henning-Wellsow sagte: «Eine einmalige Hilfe verkennt doch nun tatsächlich, was strukturell verändert werden muss.» Die Inflation und die steigenden Heizkosten träfen auf eine bereits grassierende Armutsgefährdung.

Grundsatzkritik von der AfD

Der AfD-Abgeordnete Sebastian Münzenmaier sprach von einem «einmaligen minimalen Heizkostenschuss» und warf der Regierung vor, sie doktere nur an Symptomen herum, anstatt das Problem der hohen Heizkosten an der Wurzel zu packen. (dpa/amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper