Wasserstoff als Jobmotor: Staatsminister Martin Dulig hofft auf viele neue Jobs.

Wasserstoff als Jobmotor: Staatsminister Martin Dulig hofft auf viele neue Jobs.

Bild: © Götz Schleser

Sachsen will auf grünen Wasserstoff als Energieträger setzen und zur Herstellung demnach erneuerbare Energien verwenden. Am Dienstag beschloss das Kabinett seine Wasserstoffstrategie und setzte so einen Punkt des Koalitionsvertrags um. Das Ziel bestehe darin, bis 2030 eine Wasserstoffwirtschaft mit möglichst geschlossenen Wertschöpfungsketten aufzubauen, hieß es. Die Strategie zeige auf, welche zusätzlichen Maßnahmen in Sachsen über die Angebote von EU und Bund hinaus nötig sind. Akteure sollen mit einem Maßnahmenkatalog unterstützt werden, der 24 Vorhaben umfasst.

Energieminister Wolfram Günther (Grüne) sprach von einem Meilenstein der Energiewende im Freistaat. Sachsen wolle und könne zum Impulsgeber für den vielfältigen Einsatz von Wasserstoff werden. Zudem leiste der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft große Beiträge für den Strukturwandel. «Wir sind in der Pflicht, die Pariser Klimaziele einzuhalten. Das bedeutet den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.» Dafür werde in vielen Bereichen Wasserstoff benötigt. Um kostengünstigen grünen Wasserstoff verfügbar zu machen, müsse jedoch die sächsische Energiewende endlich in Schwung kommen.

Wasserstoff als Schlüsseltechnologie

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) bezeichnete Wasserstoff als Schlüsseltechnologie. «Sie besitzt eine weitreichende Dimension für den gesamten Umbau unserer Industrie – denn nur mit dem Einsatz von grünem Wasserstoff ist die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.» Insofern sei die Wasserstoffstrategie eine «Überlebensstrategie für sächsische Unternehmen und Arbeitsplätze aller Branchen».

«Ganze Wirtschaftszweige auf eine wasserstoffbasierte Energieversorgung umzustellen und gleichzeitig die effizientesten Systeme dafür zu entwickeln, ist nur mit starken Forschungspartnern machbar», betonte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Sachse verfüge über alle Facetten der Expertise. Sowohl Universitäten und Fachhochschulen als auch außeruniversitäre Einrichtungen seien dabei bereits seit Jahren gut aufgestellt.

Industrie und Verkehr im Blick

Konkret richtet sich die Strategie auf die Bereiche Energie, Wissenschaft, Industrie, Mobilität und Strukturentwicklung. So will Sachsen Wasserstoff in Wissenschaft und Forschung stärken und Anwendungen in der Industrie und im Verkehr forcieren. Als zentrale Einrichtung soll eine sächsische Kompetenzstelle Wasserstoff entstehen und künftig alle Wasserstoffakteure und -projekte sowie die Vernetzung zu Sachsens Nachbarländern und -staaten vornehmen. (dpa/amo)

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