Die neue Power-to-Heat-Anlage in Stralsund wandelt Strom aus Windkraft in Fernwärme um. So kann Warmwasser für die Fernwärmeversorgung von mehr als 10.000 Haushalten erzeugt werden (Symbolbild).

Die neue Power-to-Heat-Anlage in Stralsund wandelt Strom aus Windkraft in Fernwärme um. So kann Warmwasser für die Fernwärmeversorgung von mehr als 10.000 Haushalten erzeugt werden (Symbolbild).

Bild: © cybercomputers.de/Adobestock

Überschüssiger Strom von Windrädern soll mittels einer neuen Anlage in Stralsund künftig in Fernwärme umgewandelt werden. Damit könne das Abregeln von Windrädern vermieden und ökologisch Fernwärme erzeugt werden, teilte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Freitag mit. Die sogenannte Power-to-Heat-Anlage (PTH) wurde demnach zusammen mit den Stadtwerken Stralsund in Betrieb genommen.

Der Heizwasserkessel springe im Falle eines Überangebots von Strom aus Windparks an Land und auf dem Meer an, während konventionelle Blockheizkraftwerke heruntergefahren würden. So könne Warmwasser für die Fernwärmeversorgung von mehr als rund 10.000 Haushalten erzeugt werden.

50Hertz plant weitere PTH-Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern

Es handele sich mit einer Kapazität von 6,5 MW um die bislang leistungsstärkste von drei Anlagen, die 50Hertz gemeinsam mit Partnern ans Netz gebracht habe. Die Investitionen für die PTH werden mit rund 1,3 Millionen Euro angegeben. In Mecklenburg-Vorpommern werde 50Hertz zusammen mit den Stadtwerken Rostock und den Stadtwerken Neubrandenburg noch zwei weitere derartige Anlagen in Betrieb nehmen.

Die PtH-Anlage ist in einem neuen Heizhaus der Stadtwerke Stralsund untergebracht. Sie ergänzt moderne Brennwert-Blockheizkraftwerke (BHKW) und eine "Galerie" von vier Wärmespeichern mit einer Höchstkapazität von knapp 40 MWh.

Stadtwerke investieren zusätzlich in Eigenstrom-BHKW und neue Kälteanlage

Die Stadtwerke haben laut Pressemitteilung dieses Bauprojekt genutzt, um über die PtH-Anlage und den erforderlichen Wärmespeicher hinaus wichtige eigene Zukunftsinvestitionen Ihres Wärme- und Kältenetzes zu tätigen. Für die Stromversorgung des Standortes wurde in ein Eigenstrom-BHKW und in eine neue Kälteanlage investiert. Somit belaufen sich die Gesamtinvestitionen am neuen Energiestandort auf knapp 4 Mio. Euro

"Die Stadtwerke Stralsund haben mittlerweile ein breites Portfolio an klimafreundlichen Technologien zur Minimierung der CO2-Emissionen aufgebaut", so Stadtwerke Geschäftsführer Dieter Hartlieb. "Sehr innovative BHKW´s mit hocheffizienter Brennwerttechnik, BHKW´s welche mit klimaneutralem Biomethan aus der eigenen Biogasanlage betrieben werden und nicht zuletzt über 20 Photovoltaikanlagen zur solaren Stromerzeugung stellen das Rückgrat der Energieerzeugung der einzelnen Töchter der Stadtwerke dar", erklärte er weiter.  (hoe/dpa)

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