Windkraft aus der Region hilft den Stadtwerken Tübingen (swt) bei der "Vergrünung" des Energie-Portfolios. Hier zu sehen: Der swt-Windpark "Amtenhauser Berg".

Windkraft aus der Region hilft den Stadtwerken Tübingen (swt) bei der "Vergrünung" des Energie-Portfolios. Hier zu sehen: Der swt-Windpark "Amtenhauser Berg".

Bild: © Stadtwerke Tübingen/Marquardt

Die Stadtwerke Tübingen haben im vergangenen Geschäftsjahr den Jahresüberschuss auf 2,9 Millionen Euro (2021: 1,9 Millionen Euro) gesteigert. Seine Umsatzerlöse konnte der Kommunalversorger dabei mehr als verdoppeln – auf 542,2 Millionen Euro gegenüber 264,9 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Ursachen für den deutlichen Umsatzanstieg hingen laut Pressemitteilung zum überwiegenden Teil mit dem hohen Preisniveau an den Energiebörsen zusammen. Profitiert haben die swt im vergangenen Jahr vom kontinuierlichen Ausbau des Erneuerbaren-Portfolios. Ende 2022 konnte über 70 Prozent des gesamten Tübinger Strombedarfs aus eigenen Wind- und Solarparks, sowie über Beteiligungen an EE-Projekten selbst erzeugt werden. Im vergangenen Jahr wurde der Ausbau weitergeführt.

„Die swt haben frühzeitig auf die Erneuerbaren gesetzt. Wie richtig und wichtig diese Strategie ist, hat sich jetzt gezeigt. Trotz turbulenter Energiemarkt-Zeiten und laufenden Transformationsprozesse stehen die swt wirtschaftlich stabil da“, betonte swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke.

Deutlich höhere Ökostromerzeugung

Der Stellenwert von erneuerbaren Energien und regenerativ erzeugten Ökostroms hat sich im Jahr 2022 schlagartig erhöht. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat das Umdenken bei der Strom- und Wärmeerzeugung beschleunigt. Die in den eigenen swt-Anlagen erzeugte Ökostrom-Menge (Wind, Sonne, Wasser) stieg auf 239,9 Millionen Kilowattstunden (2021: 209,1 Millionen Kilowattstunden).

Die Erzeugung aus den swt-Solaranlagen verzeichnete einen deutlichen Zuwachs. Beim Bau neuer Anlagen stach laut swt die bis dato größte Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf Tübinger Gemarkung in den „Lustnauer Ohren“ heraus. Auf ihrem Ausbaupfad haben die Stadtwerke Tübingen die Zwischenzielmarke für 2024 von 75 Prozent schon fast erreicht. 

Zuwächse beim Bahnstromabsatz

Ihre führende Marktposition als Bahnstromlieferant im Cargo- und Privatbahnsektor haben die swt 2022 weiter ausgebaut. Das Unternehmen lieferten mit 1,14 Mrd. kWh erneut mehr Bahnstrom als im Vorjahr (2021: 1,02 Mrd. kWh). Auch der Gesamt-Stromabsatz der Stadtwerke Tübingen erhöhte sich  nochmals auf 1,55 Mrd. kWh (2021: 1,42 Mrd. kWh). Die Zahl der Ökostrom-Kunden betrug Ende vergangenen Jahres mittlerweile 20.788 (Vorjahr: 18.507).

Zum städtischen Haushalt steuern die Stadtwerke Tübingen 16,2 Millionen Euro bei. Darin sind unter anderem die Übernahme der Verluste der strukturell defizitären Sparten enthalten (Bäder: 3,7 Millionen Euro, ÖPNV 5,2 Millionen Euro, Parkhäuser 413.000 Euro). (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper