Für Deutschlands größten Agrarhandelskonzern Baywa wird das Geschäft mit Wind und Sonne immer wichtiger: In diesem Jahr will das Unternehmen den Verkauf von Ökostrom-Anlagen stark ausbauen, wie Vorstandschef Klaus Lutz am Donnerstag sagte. Im vergangenen Jahr plante, baute und verkaufte die Baywa Windräder und Solaranlagen mit einer Leistung vom 450 Megawatt, dieses Jahr sind 660 Megawatt das Ziel, hauptsächlich in den USA und Europa, aber auch in Australien und Malaysia.
In diesem Jahr erwarte Baywa eine „deutliche und erhebliche Ergebnissteigerung“, sagte Lutz. „Energie wird die treibende Kraft sein“. Um in diesem Bereich expandieren zu können, sucht die Baywa einen Investor, der im Rahmen einer Kapitalerhöhung für etwa eine halbe Mrd. Euro 40 Prozent der Energiesparte Baywa.re übernimmt. Das hatte das Unternehmen bereits im April bekannt gegeben. Lutz hofft, den Investor bis Ende dieses Jahres zu finden, wie er bereits im Mai verkündete. Jedoch hat Lutz nun erklärt: „Wir sind nicht darauf fixiert, dass unbedingt noch in 2019 ein Partner her muss“. Die interessantesten Kandidaten seien Infrastrukturfonds.
Geschäft mit erneuerbaren Energien wächst schnell
Der Agrarhandel verliert für Baywa allmählich an Bedeutung, ist aber immer noch das größte Geschäftsfeld. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht von 8,3 auf 8,4 Mrd. Euro. Davon steuerte der Agrarhandel knapp 5,7 Mrd. Euro bei. Das Geschäft mit erneuerbaren Energien ist mit knapp 700 Mio. Euro Umsatz immer noch eher klein, wächst aber schnell. (dpa/bh)



