Damit auch nach dem Herunterfahren der Atomkraftwerke in Süddeutschland die Regionen südlich der Mainlinie ausreichend mit Strom versorgt werden, braucht es eine gute Anbindung über Netze, die den im Norden üppig produzierten Strom gen Süden leiten.

Damit auch nach dem Herunterfahren der Atomkraftwerke in Süddeutschland die Regionen südlich der Mainlinie ausreichend mit Strom versorgt werden, braucht es eine gute Anbindung über Netze, die den im Norden üppig produzierten Strom gen Süden leiten.

Bild: © Michael Raubold/Amprion

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat einen Kreditvertrag in Höhe von 500 Mio. Euro mit der UniCredit abgeschlossen. Die Kreditlinie dient ausschließlich der Zwischenfinanzierung zur Abwicklung des EEG-Ausgleichsmechanismus. "Derzeit gehen wir im Jahresverlauf von einer deutlichen Unterdeckung des EEG-Kontos aus. Als Treuhänder für das EEG-Konto ergreifen wir daher frühzeitig geeignete Finanzierungsmaßnahmen, um auch künftig EEG-Zahlungen zuverlässig leisten zu können", sagt Amprion-CEO Hans-Jürgen Brick.

Rückgang der EEG-Liquidität

Seit Jahresbeginn beobachtet der Übertragungsnetzbetreiber einen starken Rückgang der Liquidität auf dem EEG-Konto. Über dieses Konto wickelt das Unternehmen die EEG-Zahlungen unter anderem an Betreiber von Windrädern oder Photovoltaikanlagen ab. Sie erhalten eine festgeschriebene Vergütung für den eingespeisten Strom. Dies findet getrennt vom Amprion-Netzgeschäft statt. Die niedrigen Strompreise führen zu einem Rückgang der EEG-Liquidität. Denn wenn die Einnahmen aus den Strompreisen deutlich geringer sind als die angesetzte Vergütung, nimmt die Liquidität auf dem EEG-Konto ab. Aus diesem Grund plant Amprion den Abschluss weiterer Finanzierungsmaßnahmen. Die gute Bonität von Amprion im Investmentgrade-Bereich zahlt sich hier laut Unternehmensangaben aus. Amprion-CFO Peter Rüth: "Die langjährigen und sehr guten Geschäftsbeziehungen zu unseren Banken tragen auch in schwierigen Zeiten wie der Corona-Krise." (hoe)

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