Christoph Brand, CEO, Axpo, zeigte sich mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2020/21 zufrieden.

Christoph Brand, CEO, Axpo, zeigte sich mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2020/21 zufrieden.

Bild: © Axpo

Die Axpo Gruppe (Axpo) erzielte im Geschäftsjahr 2020/21 (Oktober 2020 bis Ende September 2021) ein bereinigtes Betriebsergebnis in Höhe von 500 Mio. Schweizer Franken (CHF). Zu dem Ergebnis leisteten alle Geschäftsbereiche (Generation & Distribution, Trading & Sales, CKW) einen positiven Beitrag, teilt der Energiekonzern aus der Schweiz mit.

"Axpo hat in einem volatilen Marktumfeld ein gutes Ergebnis erzielt. Dabei erwiesen sich einmal mehr das Zusammenwirken der verschiedenen Bereiche und die internationale Diversifikation als entscheidende Erfolgsfaktoren", sagte Christoph Brand, CEO, Axpo.

270 MW Solarpark in Texas

Gute Resultate erzielte Axpo demnach vor allem im internationalen Kundengeschäft (Origination) und in der Vermarktung der Kraftwerkskapazität (Asset -backed Trading). Dabei profitierte der Energieversorger nach eigener Aussage davon, dass er sich frühzeitig als Partner für langfristige Abnahme- und Lieferverträge (PPA) von Strom aus erneuerbaren Energien etabliert hat.

Neben den Fortschritten in Skandinavien, Grossbritannien und Osteuropa habe Axpo auch die Position auf der iberischen Halbinsel deutlich ausgebaut. Zudem schloss das Unternehmen mit einem US-amerikanischen Solar- und Energieunternehmen ein PPA bezüglich der Abnahme des Stroms eines in Bau befindlichen texanischen Solarparks mit 270 Megawatt (MW) ab.

Mehr als 80 neue Windparks

Seit 2015 hat Axpo zudem mehr als 80 Windparks mit einer installierten Leistung von insgesamt über 1350 MW realisiert, davon 132 MW in der Berichtsperiode. In der Pipeline befinden sich weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 3000 MW. Die Hälfte der Windparks werden an Investoren verkauft.

Im Juli 2021 gab Axpo den Abschluss des Verkaufs von fünf neu gebauten Windparks in Frankreich mit einer installierten Leistung von 74,5 MW bekannt. Im Bereich Solarenergie wurden im Berichtsjahr Anlagen mit einer installierten Leistung von 200 MW erstellt. Die Projektpipeline umfasst über 5700 MW.

Wichtige Kennzahlen

2020/21
(in Mio. CHF)
2019/20
(in Mio. CHF)
Gesamtleistung 60564808
EBITDA 11261168
EBIT  516  791
Bereinigter EBIT  500  826
Unternehmensergebnis  607  570
Cashflow aus Geschäftstätigkeit  888  594
Bilanzsumme4467621674

Hohes Preisniveau nicht berücksichtigt

Das Geschäftsjahr 2020/21 war geprägt von einer hohen Volatilität der Energiepreise, die insbesondere im letzten Monat der Berichtsperiode stark anstiegen. Vor allem im Geschäftsbereich Trading & Sales sorgte dies für eine Ergebnisverschiebung in die Zukunft in Höhe von 272 Mio. CHF. Die wirtschaftliche Leistung von Axpo komme im Ergebnis der Berichtsperiode daher nur unvollständig zum Ausdruck.

Da Axpo aufgrund ihrer Absicherungsstrategie den Strom aus den eigenen Kraftwerken bis zu drei Jahre im Voraus verkauft hat, profitierte das Unternehmen zudem von den gestiegenen
Energiepreisen bis jetzt nur beschränkt. Das höhere Preisniveau wird sich in den kommenden Jahren positiv auf das Ergebnis auswirken, heißt es.

Gesamtleistung steigt

Die Gesamtleistung der Axpo Gruppe von 6056 Mio. CHF erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1248 Mio. CHF. Dieser Anstieg resultierte zum Grossteil aus den aufgrund des Preisanstiegs höheren Absicherungen aus dem wachsenden Endkundengeschäft in Italien und Spanien, dem auch ein höherer Energiebeschaffungsaufwand gegenüberstand.

Im Anstieg enthalten sei auch ein positiver Preiseffekt aus den um bis zu drei Jahre im Voraus abgesicherten Strompreisen in Höhe von 175 Mio. CHF, während sich der Mengeneffekt aus der geringeren Stromproduktion mit 104 Mio. CHF negativ auswirkte.

Hohes operatives Ergebnis

Für das Geschäftsjahr 2021/22 geht Axpo von einem ähnlich hohen operativen Ergebnis aus. Das Unternehmen werde im kommenden Jahr von einem Anstieg der abgesicherten Strompreise profitieren und rechnet zudem mit einem positiven Effekt aus den erwähnten Ergebnisverschiebungen.

Hingegen wird sich die länger als geplant ausgefallene Revision des Kernkraftwerks Leibstadt negativ auf das Ergebnis auswirken. (jk)

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