Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf prüft, ob Gas- und Stromanbieter im Zusammenhang mit Vertragskündigungen eine Straftat begangen haben. Dies bestätigte eine Sprecherin der ZfK. Sie reagiert damit nach eigenen Angaben auf eine Strafanzeige.
Zudem liege eine Eingabe der Bundesnetzagentur vor. Die Ausführungen in der Eingabe würden bei der Prüfung des Anfangsverdachts berücksichtigt, führt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft aus. Namen wollte sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Nur so viel: "Strafrechtliche Ermittlungen wurden bisher nicht aufgenommen."
Zuerst hatte das Wochenmagazin "Spiegel" darüber berichtet. Nach seinen Informationen soll es sich bei den Unternehmen um die Anbieter Stromio und Gas.de handeln, die im Dezember ihre Lieferungen einseitig eingestellt und geschätzten Hunderttausenden Kunden gekündigt hatten. Die ZfK konnte dies nicht unmittelbar verifizieren.
Bereits im Januar hatte der "Spiegel" berichtet, dass die Bundesnetzagentur prüfe, ob die Anbieter Stromio und Gas.de Energie gewinnbringend an Großhändler verkauft hätten, statt die eigenen Endkunden zu beliefern. Das Magazin berief sich auf "Behördenkreise". Die Bundesnetzagentur wollte den Sachverhalt auf ZfK-Nachfrage damals weder bestätigen noch dementieren.
Sammelklage gegen Stromio und Gas.de
Zum Wochenauftakt war der Druck auf Billiganbieter weiter gestiegen. Insbesondere die Unternehmen Stromio und Gas.de gerieten dabei in den Fokus.
Wie das "Handelsblatt" zuerst berichtete, bereitet die Legal-Tech-Firma Veneko eine Sammelklage gegen die beiden nahe Düsseldorf gelegenen Versorger vor, die im Dezember ihre Lieferungen eingestellt und nach Branchenschätzungen Hunderttausenden Kunden gekündigt hatten. Auch Energiekonzern EnBW will zumindest gegen Stromio klagen, wie er am Montag bekanntgab. (aba)
