Das Vertriebsgeschäft der britischen Tochter Npower bereitet Innogy seit längerem Sorgen, nun droht ein massiver Jobabbau.

Das Vertriebsgeschäft der britischen Tochter Npower bereitet Innogy seit längerem Sorgen, nun droht ein massiver Jobabbau.

Bild: © Innogy

Die britische Innogy-Vertriebstochter Npower versucht mit Stellenstreichungen gegen die schwierigen Marktbedingungen anzukämpfen. Im Laufe des Jahres sollen von den 6300 Jobs bei Npower wahrscheinlich rund 900 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen in der Nacht zu Freitag mitteilte. Eigentlich hatte Innogy vor, Npower loszuwerden. Doch nach den geplatzten Gesprächen über eine Vertriebsfusion mit dem britischen Versorger SSE bleibt Innogy darauf sitzen. Für Npower, das unter starkem Wettbewerb und zunehmender Regulierung leidet, prüfe der Vorstand weitere Handlungsoptionen, hieß es Mitte Dezember von Innogy.

Das vor der Übernahme durch den Konkurrenten Eon stehende Essener Unternehmen hatte deshalb seine Gewinnprognose für das Jahr 2018 gesenkt und rechnet auch 2019 mit deutlichen Einbußen. Auch die Aktionäre von Innogy müssen sich wohl auf Abstriche bei der Dividende einstellen. Innogy steht im Mittelpunkt weit reichender Pläne von Eon und der eigenen Mutter RWE über eine Neuaufteilung der Geschäftsfelder der beiden Energieriesen. Eon will Innogy übernehmen und dessen Netz- und Vertriebsgeschäft behalten. Die Ökostromproduktion von Eon und Innogy soll an RWE gehen. RWE wird zudem an Eon beteiligt. (hoe/dpa)

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