Die Bahn plant in Cottbus ein neues Instandhaltungswerk. Auch neue Forschungsinstitute werden sich in der zweitgrößten Stadt Brandenburgs in den nächsten Jahren ansiedeln. Das alles ist Teil von Wirtschaftsförderungsmaßnahmen im Rahmen des Strukturwandels in der jahrzehntelang vom Kohleabbau geprägten Lausitz. Das stellt auch die Stadtwerke Cottbus vor neue Herausforderungen.
Der Strombedarf in der Stadt wird sich in den nächsten Jahren mindestens verdoppeln, prognostizierte Stadtwerke-Geschäftsführer Vlatko Knezevic im Gespräch mit der „Lausitzer Rundschau“. Aktuell sei das Netz für eine Leistung von 50 bis 60 MW ausgelegt, in Zukunft erwarte er ein Plus von weiteren 45 MW.
Investitionen von rund 20 Mio. Euro erforderlich
Um die Infrastruktur entsprechend an die künftigen Anforderungen anzupassen, seien ein bis zwei neue Umspannwerke und neue Leitungen erforderlich. Dazu müssten rund 20 Millionen Euro investiert werden. Da eine reine Kreditfinanzierung nicht in Betracht komme, ist der Kommunalversorger auf Fördergelder angewiesen. Da die Notwendigkeit des Netzausbaus eine Folge des Strukturwandels ist, rechnet sich das Unternehmen entsprechend gute Chancen aus.
Die Stadtwerke seien hier in Gesprächen, unter anderem mit den Verantwortlichen der Wirtschaftsregion Lausitz und der interministeriellen Arbeitsgruppe Lausitz der Landesregierung. Damit das Netz rechtzeitig ausgebaut werden könne, müsse die Finanzierung bis Ende dieses Jahres stehen, so Knezevic. (hoe)
