Dortmunder Politik und der DSW21-Vorstand sind sich über Pläne mit dem Steag-Erlös einig.

Dortmunder Politik und der DSW21-Vorstand sind sich über Pläne mit dem Steag-Erlös einig.

Bild: © DSW21

In "mehreren intensiven und konstruktiven Gesprächsrunden" haben die Ratsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU mit dem Vorstand der DSW21 und Oberbürgermeister Thomas Westphal ein umfangreiches Themenpaket mit drei zentralen Zielen erarbeitet.

Diese Ziele sind Stärkung der DSW21, Stabilisierung des Stadthaushalts sowie Verbesserungen des ÖPNV-Angebots der Stadt.

Im Sommer vergangenen Jahres gab die Alleingesellschafterin der Steag, die Kommunale Beteligungsgesellschaft (KSGB), den Verkauf der Anteile an den spanischen Investor Asterion bekannt.

"Der Verkaufsprozess endet mit einer Summe, die allen gut tut", sagte Dortmunds Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der DSW21, Thomas Westphal, zu Journalisten. Anfangs war sie in dieser Höhe nicht zu erwarten gewesen. Hier habe der Strukturwandel des Energiesektors eine wichtige Rolle gespielt. "Wir wären lieber viel früher ausgestiegen und hätten dann ein anderes Ergebnis erzielt. Das gehört auch zur Wahrheit dazu", gab Westphal zu.

Stärkung des Dortmunder Haushalts

Nun kann sich der Oberbürgermeister auf 500 Mio. Euro freuen, die den städtischen Haushalt stärken werden. Dank des Erlöses aus dem Verkauf der Steag-Anteile konnten die Stadtwerke nämlich ausreichend Gewinnrücklagen bilden. Dieses Geld wird laut Plan die DSW21 insgesamt zwischen 2024 und 2027 an die Stadt ausschütten. Damit drohe Dortmund keine Haushaltssicherung, der Rat bleibe entscheidungs- und handlungsfähig.

Für DEW21 bedeutet es hingegen, dass das Unternehmen seine Projekte angehen kann, "obwohl die Erlöse im Vergleich zu den Erfordernissen ein Tropfen auf den heißen Stein sind", sagte DSW21-Chefin Heike Heim zu Journalisten. Aus den Erlösen will DSW21 die Eigenkapitalquote der Energieversorgungstochter DEW21 stärken, die im abgelaufenen Jahr die Folgen der Krise zu spüren bekam. Insgesamt soll ihr Eigenkapital mit rund 100 Mio. Euro gestärkt werden, wobei DSW21 60 Mio. Euro davon trage.

Drei ÖPNV-Projekte

Im ÖPNV, dem Kerngeschäft von DSW21, fließt das Geld vorrangig in drei Maßnahmen. Zum einen werde das Unternehmen mit der sogenannten "Innovationslinie 400" eine Ring-Buslinie konzipieren und damit das Busnetz der Innenstadt grundlegend neugestalten. Zum anderen soll im Rahmen des Projekts "CityTaktPlus" die Taktung von stark frequentierten Abschnitten erhöht werden. Den dritten Bestandteil des Konzepts bildet das Projekt "DoNight" mit einer Erweiterung des nächtlichen ÖPNV-Angebots. Erste Schritte sollen in diesem Sommer erfolgen.

Der finale Verkaufspreis der Steag-Anteile steht noch aus, betonte Finanzvorstand der DSW21 Jörg Jacoby, und werde im Sommer erwartet. Es sei möglich, dass er noch etwas höher ausfalle, sagte er. (am)

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