Das Verwaltungsgebäude der Eins Energie in Chemnitz.

Das Verwaltungsgebäude der Eins Energie in Chemnitz.

Bild: © Eins Energie

Der Energieversorger Eins Energie schafft Platz für den Kohleausstieg. Wie das Unternehmen aus Chemnitz mitteilte, zieht eine zwei Fußballfelder große Photovoltaikanlage auf dem Gelände des Heizkraftwerkes Nord um. Die Anlage unweit des 300 Meter hohen siebenfarbigen Schornsteins wird im Laufe des Monats abgebaut und anschließend neben dem Batteriespeicher wieder aufgebaut. Auf dem frei werdenden Areal wird ab 2020 das neue Motorenheizkraftwerk gebaut werden, das mit Gas betrieben wird. Die Anlage soll 2022 in Betrieb gehen und einen von zwei Kohleblöcken des Heizkraftwerkes ersetzen. Das Unternehmen hatte angekündigt, ab 2029 komplett aus der Braunkohleverbrennung auszusteigen. Dann soll auch der zweiten Kohleblock abgeschaltet werden.

In die Photovoltaikanlage hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben 2,5 Millionen Euro investiert. Der Umzug koste nun noch einmal 600 000 Euro. Die Anlage erzeugt seit 2011 Strom mit einer Höchstleistung von 1,3 MW für knapp 500 Haushalte. Insgesamt würden zehn Photovoltaikanlagen und fünf Windkraftanlagen betrieben, die 16 000 Haushalte mit erneuerbaren Energien versorgten. Die Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG hat in Chemnitz und der Region Südsachsen nach eigenen Angaben rund 400 000 Privat- und Gewerbekunden für Erdgas, Strom, Wärme und Kälte sowie Wasser und energienahe Dienstleistungen. 2017 wurde ein Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro erwirtschaftet. (hoe/dpa)

 

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