So könnte die neue Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) der EnBW in Heilbronn aussehen (weißer Gebäudekomplex vor dem Kühlturm).

So könnte die neue Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) der EnBW in Heilbronn aussehen (weißer Gebäudekomplex vor dem Kühlturm).

Bild: © EnBW/ Fotomontage: SCG-Architekten

Die geplante GuD-Anlage in Heilbronn kommt auf eine elektrische Leistung von 710 MW und 190 MW thermisch. Die Anlage soll an diesem Standort den Kohleblock 7 ersetzen und die CO2-Emissionen um über 50 Prozent reduzieren, teilte EnBW mit.

Bei der Inbetriebnahme, die für 2026 geplant ist, kann die Anlage auf Anhieb einen Wasserstoffanteil von bis zu 20 Prozent aufnehmen. Die entsprechende Süddeutsche Erdgasleitung, die ebenfalls als "H2-ready" ausgelegt ist, soll den Standort anbinden.

"Fuel Switch" für sofortige CO2-Einsparung

Die Pläne für den Bau neuer GuD-Anlage in Heilbronn hatte EnBW im Sommer 2021 vorgestellt. Demnach soll sie über eine Mio. Tonnen CO2 jährlich einsparen. "Es gibt keine andere Technologie, die in so kurzer Zeit einen so hohen Beitrag zur CO2-Einsparung leisten kann", betonte Andreas Pick, verantwortlich für "Fuel Switch"-Projekte bei der EnBW. Zudem soll auch der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) im Vergleich zum Bestand um etwa 80 Prozent, der von Schwefeloxiden (SOx) um mehr als 90 Prozent sinken.

Sobald genug Wasserstoff zur Verfügung steht, kann das Kraftwerk Heilbronn nach einer Umstellung dann CO2-neutral Strom und Fernwärme produzieren. Heilbronn ist nach Stuttgart-Münster und Altbach/Deizisau (beide ebenfalls Baden-Württemberg) ist der dritte Standort, an dem die Umstellung von Strom- und Wärmeversorgung auf emissionsärmere Quellen angelaufen ist.


Die Anbindung der Region an das Wasserstoffnetz trägt aus der Sicht des Konzerns maßgeblich zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes bei. Bis 2035 will Heilbronn die Klimaneutralität erreichen. Das ausgerufene Ziel des EnBW-Konzerns ist die kohlefreie Versorgung des Neckarraums bis 2026. Für die neu installierte Kraftwerkskapazität von 1.500 MW nimmt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 1,6 Mrd. Euro in die Hand. (am)

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