Die EnBW-Tochter Gasversorgung Süddeutschland (GVS) führt die dezentrale Prozesssteuerungsmethode Kanban ein. Dies sagte ihr Chef Michael Rimmler (45) der ZfK in einem exklusiven Interview, das am Montag in der gedruckten Ausgabe erscheint. Ungewöhnlich an dem Schritt ist, dass Kanban bei Toyota erfunden wurde und sich danach im produzierenden Gewerbe verbreitet hat, weniger in Unternehmen, die Energie und Energieträger handeln und verkaufen, aber nicht herstellen.
Zur Begründung sagte Rimmler: "Wir wollen unsere Ziele und Themen jedem Mitarbeiter noch transparenter machen, bereichsübergreifend. Wir führen ein 'Management Board' ein. Die Bereichsleiter und die Projektleiter und auch ich schauen uns das im festen Turnus an: Und wir beginnen schon damit, Kanban in den Bereichen zu etablieren."
Auch in der Projektorganisation will Rimmler einiges in Richtung dezentrale Strukturen und Verantwortung einfacher Mitarbeiter verändern. Auch äußert er sich in dem Interview unter anderem
- zu dem Thema Matrixorganisation,
- zur Handelsplattform Tender365, die die GVS initiiert hatte und an der sie noch mit 25 Prozent beteiligt ist,
- zum Jahresergebnis 2018,
- zum Anspruch, ein Vorreiter der Digitalisierung im Business-to-Business-Energiegeschäft zu sein,
sowie zum Aufbau einer eigenen IT-Truppe und deren Integration in die Unternehmensstruktur. Anlass war die seit Februar bis Anfang Mai umgesetzte Umbesetzung der zweiten Führungsebene. Sie besteht nun nur noch aus drei statt sieben Bereichen und einer Stabsstelle.
(geo)
Das Interview mit Michael Rimmler ist nur im ZfK-Abo hier erhältlich. Neue, aber auch bestehende Abonnenten bekommen das ZfK-Gespräch auf Wunsch am Montag auch als PDF, bitte Mail an G-Eble@zfk.de.



