Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern sind ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Die Aufsichtsgremien beider Unternehmen haben in Sitzungen am 7. August zugestimmt, die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen voranzutreiben.
Die Pläne für eine engere Verzahnung der beiden kommunalen Unternehmen reifen seit langem; konkreter wurden sie dann im Herbst letzten Jahres, erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke Pirmasens, Christoph Dörr, gegenüber der ZfK. Ende Januar diesen Jahres haben die Oberbürgermeister der beiden Pfälzer Städte, Klaus Weichel für Kaiserslautern und Bernhard Matheis für Pirmasens, dann einen entsprechenden Letter of Intent unterzeichnet. "Wir brauchen tragfähige Konzepte für die künftige Entwicklung der Energieversorgung. Wir wollen neuen Ideen Chancen geben und uns weiter verbessern", sagte damals der Pirmasenser Oberbürgermeister.
Erste Arbeitsgruppen tagten im Frühjahr
Im Frühjahr kam es dann zur Einsetzung von Arbeitsgruppen, um die Synergien der beiden Unternehmen auszuloten. Abwechselnd waren rund zwei Dutzend Führungskräfte abwechselnd an der Analyse der Felder beteiligt. Zur Debatte standen drei mögliche Konzepte:
- die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen,
- die Fusion beider Unternehmen,
- der Grüne-Wiese-Ansatz, bei dem von Grund auf alles neu geplant wird.
Die Unternehmen entschieden sich dann, nach Evaluation der Chancen und Risiken, für die Option Gründung von Gemeinschaftsunternehmen. Zur Seite standen den Unternehmen Consultants von Porbatzki & Stocker aus Stuttgart.
Die Chancen, die eine Gründung von Gemeinschaftsunternehmen für die Stadtwerke bietet, sind vielseitig, heißt es von Seiten der Unternehmen. In einem ersten Schritt in der Umsetzung des Masterplans wollen die beiden Stadtwerke nun eine gemeinsame Servicegesellschaft und Netzgesellschaft gründen. Hierfür müssen nun alle rechtlichen, arbeitsrechtlichen und steuerlichen Bedingungen analysiert werden. Die Unternehmen haben sich für dieses Projekt einen strammen Zeitplan gegeben. Schon Mitte des nächsten Jahres soll die neue Servicegesellschaft ins Rennen gehen.
Langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen
Aus Sicht des Marktes ist die geplante Zusammenarbeit der Schlüssel zur Stärkung der Marktposition, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Mit Flexibilität, Innovationen, neuen Ideen und Visionen sei dieses Modell in der Zukunft auch offen für weitere lokale Versorger der Region. Für die Mitarbeitenden bedeute dieser notwendige Schritt die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region und nicht zuletzt die Chance auf Weiterentwicklung, erklären die Unternehmen weiter. Es werden nicht nur im Hinblick auf die Digitalisierung neue attraktive Arbeitsplätze entstehen und spannende Aufgabenfelder hinzukommen. (al)
