Der in Paris beheimatete Ernergieversorger Energie Engie stellt die Weichen für eine dekarbonisierte, dezentrale und digitale Energiezukunft. Deswegen werden die Konzerntöchter Engie Insight, Ecova UK, Red Engineering und die Beratungs- und Advanced-Analytics-Division von Tractebel unter dem Namen Engie Impact zusammengelegt. Das neue Unternehmen bietet Beratung und Dienstleistungen für die Entwicklung, Umsetzung und Nachverfolgung von Nachhaltigkeitsstrategien an.
Engie Impact soll weltweit mit Führungskräften aus unterschiedlichen Organisationen zusammenarbeiten, um maßgeschneiderte Strategien und spezifische Roadmaps festzulegen, damit diese ihre Nachhaltigkeits- und CO2-Ziele bei Energie, Wasser, Abfall und in weiteren Bereichen einhalten können. Mit 18 Niederlassungen weltweit und dem Hauptsitz in New York City verfügt Engie Impact heute über ein Portfolio von 1.000 Kunden, darunter 25 Prozent der Fortune-500-Unternehmen.
Nur 15 Prozent erreichen ihre Ziele
Über 500 Unternehmen haben sich im Einklang mit dem Pariser Abkommen öffentlich zu Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Mehr als 90 der größten Städte der Welt haben sich dem C40-Netzwerk angeschlossen, das dem Klimawandel verpflichtet ist. New York City hat kürzlich das ehrgeizigste CO2-Reduktionsziel der Welt unterzeichnet. Doch das Erreichen kurzfristiger Ergebnisse ist schwierig.
Nur 15 Prozent der engagierten Unternehmen sind nach Angaben von Engie auf einem guten Weg, diese Ziele zu erreichen. Gleichzeitig berichten Unternehmen, dass sie über eine Billion Dollar an Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel identifiziert haben. Neben der effektiveren Bewertung neuer Technologien und Geschäftsmodelle durch strategische Engagements soll Engie Impact angesichts dieser Probleme Marktbarrieren beseitigen, um die Nachhaltigkeit in großem Maßstab zu fördern.
Mit der Gesellschaft Schritt halten
Unternehmen und Kommunen soll gleichermaßen dabei geholfen werden, ihre Ziele zu erreichen, die Komplexität des Übergangs zu bewältigen, wirtschaftliche Risiken zu verringern und finanzielle Sicherheit zu bieten. „Die Gesellschaft macht Fortschritte in Richtung einer Zukunft ohne Kohlenstoffausstoß, aber der Wandel geschieht nicht schnell genug. Unternehmen und Kommunen können ihre Maßnahmen gegen den Klimawandel deutlich beschleunigen“, kommentiert Olivier Biancarelli, Executive Vice President der Engie Group.
„Für Unternehmen, Städte und Regierungen, die auf dem Weg zur CO2-Freiheit vor vielen komplexen Herausforderungen stehen, ist Engie Impact in der Lage diese Komplexität zu bewältigen“, ergänzt Isabelle Kocher, CEO der Engie-Gruppe. „Wir eliminieren Hindernisse auf dem Weg zu einer kohlenstofffreien Welt.“ Erst kürzlich hatte sich der französische Konzern von seinen Beteligungen an deutschen Kohlekraftwerken getrennt. Die Gründung der neuen Konzerntochter markiert offenbar eine Weiterführung dieser Strategie. (sig)
