Die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe (Stadtwerke AG) hat ihr Erneuerbaren-Portfolio durch den Zukauf des Solarparks Stopfenheim mit einer Gesamtleistung von 7,5 MW erweitert. Die Investitionssumme liegt laut Pressemitteilung bei über sieben Mio. Euro.
Der Solarpark wird derzeit im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen rund 50 Kilometer südlich von Nürnberg errichtet und soll zum Ende des vierten Quartals des laufenden Jahres in Betrieb genommen werden.
Jährliche Ökostromproduktion übertrifft Stromverbrauch im Netzgebiet
Der Park besteht aus insgesamt 16.920 Modulen und soll zukünftig durchschnittlich rund acht Millionen kWh Ökostrom ins Netz einspeisen. Das Erneuerbaren-Portfolio der Stadtwerke AG umfasst durch den jüngsten Neuzugang mittlerweile 199,5 MW und erzeugt rund 409 Mio. kWh Strom pro Jahr. Dies ist mehr als der gesamte Stromverbrauch im Netzgebiet Heidenheim (rund 200 Mio. kWh).
Vorzeigeprojekt Nattheim
Ein Meilenstein in der Entwicklung dieses Geschäftsfelds ist die im Sommer erfolgte Inbetriebnahme des Windparks Nattheim auf einer Fläche an der A7. Der Park besteht aus insgesamt neun Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von je 4,2 MW.
Zur Errichtung und zum Betrieb des Parks haben die Stadtwerke AG und der Windenergieprojektierer Alterric GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Aloys-Wobben-Stiftung (dem alleinigen Gesellschafter von Enercon) und der EWE AG, eine Kooperation geschlossen.
Heidenheim beteiligt regelmäßig andere Stadtwerke am EE-Portfolio
Die Stadtwerke Heidenheim sehen sich insbesondere beim Thema Windenergie auch als Bündler für andere Stadtwerke. In der Regel wird ein Park ein Jahr lang allein gefahren und optimiert. Dann werden bis zu 74,9 Prozent der Anteile an Stadtwerke aus dem Netzwerk der Stadtwerke AG veräußert.
Meistens erfolgt das aus steuerlichen Gründen in sieben Tranchen à 10,7 Prozent. Die Stadtwerke Heidenheim verfügen über ein Netzwerk von rund 30 Stadtwerken, aus dem im Regelfall die Käufer stammen. (hoe)


