Der EWE-Aufsichtsrat hatte im Februar 2017 entschieden, den damaligen Vorstandschef Matthias Brückmann mit sofortiger Wirkung zu entlassen.

Der EWE-Aufsichtsrat hatte im Februar 2017 entschieden, den damaligen Vorstandschef Matthias Brückmann mit sofortiger Wirkung zu entlassen.

Bild: © EWE AG

Der Oldenburger Energiekonzern soll sich in fortgeschrittenen Verkaufsgesprächen bezüglich seines Türkeigeschäfts befinden. Es sollen Unterredungen mit zehn Interessenten geführt worden sein, konkret verhandelt wird angeblich mit der türkischen Kölln-Gruppe und dem aserbaidschanischen Staatskonzern Socar, meldet die "Nordwest-Zeitung" unter Berufung auf die türkische Zeitung "Dünya Gazetesi". Der Öl-Riese aus Aserbaidschan gilt demnach als Favorit.

EWE wird bei akzeptablem Preis verkaufen

"Marktgerüchte werden wir - wie üblich - nicht kommentieren", sagt ein EWE-Sprecher auf Anfrage zur Berichterstattung in der türkischen Presse. Dass es aber einige Interessenten für das Türkeigeschäft der EWE gebe, habe ein Markterkundungsverfahren in der Vergangenheit gezeigt.  "Wenn ein Interessent dieses Geschäft weiterführen möchte und uns einen akzeptablen Preis bietet, werden wir uns von diesem Geschäftsfeld trennen", heißt es weiter. Genauso hatte es bereits EWE-Chef Stefan Dohler vergangene Woche in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung erklärt.

In der Türkei habe EWE eine neue Gasinfrastruktur auf- und ausbauen können, so Dohler gegenüber der Regionalzeitung.. "Langfristig müssen wir uns jedoch fragen, ob wir dem Wettbewerb dort standhalten können. Und ob es hier nicht genug Marktopportunitäten gibt", betonte der EWE-Chef. Bei dem, was in der Energiewelt passiere, gebe es "hier im Norden" genug Möglichkeiten. "Wir müssen unser Glück nicht am anderen Ende der Welt suchen". (hoe)

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