Im Bundesland Brandenburg entsteht ein neuer großer Wärmeversorger. Die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH und die SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH wollen zum ersten September dieses Jahres verschmelzen.
Ziel der Fusion der beiden Schwestergesellschaften innerhalb der Gasag-Gruppe ist vor allem, die Energie- und Wärmewende im Land Brandenburg voranzubringen, heißt es in einer Pressemitteilung. Das neue Unternehmen firmiert nach der Verschmelzung als EMB Energie Brandenburg GmbH.
EMB und SpreeGas versorgen zusammen rund 113.000 Erdgas- und über 42.000 Stromkunden. Basierend auf dem Geschäftsjahr 2022 steht das gemeinsame Unternehmen für einen Absatz von mehr als 5,36 Milliarden Kilowattstunden Gas und über 170 Millionen Kilowattstunden Strom. Der Umsatz lag bei fast 420 Millionen Euro.
Die über 200 Konzessionen werden fortgesetzt
Beide Unternehmen halten Konzessionen in rund 200 Städten und Gemeinden, größtenteils im Land Brandenburg sowie in Teilen Sachsen und Sachsen-Anhalts. Die Konzessionen der SpreeGas werden von der künftigen EMB Energie Brandenburg fortgesetzt werden.
Um die EMB Energie Brandenburg noch stärker in der Region zu verankern, wird laut Pressemitteilung derzeit ein Beteiligungsmodell für Kommunen an dem neuen Unternehmen erarbeitet. Erste Gespräche mit Städten und Gemeinden, begleitet durch den Städte- und Gemeindebund Brandenburg, seien bereits geführt worden, heißt es weiter.
Dabei sei ein großes Interesse der Kommunen zu spüren gewesen, beispielsweise mit Blick auf die in den nächsten Jahren in jeder Kommune zu erstellende Wärmeplanung.
Neues Unternehmen erhält Doppelspitze
Die Geschäftsführung der EMB Energie Brandenburg GmbH wird gebildet durch Jens Horn (bisher EMB) und Kathrin Jung (bisher SpreeGas). Neben dem Vertrieb von reinen Energieprodukten mit verstärktem Fokus auf klimaneutralen Angeboten soll das neue Unternehmen vor allem Energielösungen für alle Größenordnungen von Privatkunden über Industriebetriebe bis hin zu Nahwärmenetzen, die aus erneuerbaren Energiequellen gespeist werden, anbieten.
Zudem wird es selbst in der Erzeugung von erneuerbaren Energien durch Windkraft- und Photovoltaikanlagen tätig sein.
Friedrichs: "Wollen Energie- und Wärmewende in Berlin und Brandenburg vorantreiben"
„Die Energie- und Wärmewende ist eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Die Gasag-Gruppe sieht es als ihre Pflicht an, diese in Berlin und Brandenburg maßgeblich voranzutreiben“, sagte Georg Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der Gasag-Gruppe. Für Berlin stehe man mit der Gasag AG für dieses Ziel ein. „Die gleiche Stärke wollen wir auch im Land Brandenburg erreichen“. Diesen Anspruch zeige man auch mit der neuen Firmierung: EMB Energie Brandenburg.
Die EMB Energie Brandenburg will bis 2040 klimaneutral sein. SpreeGas wird als Vertriebsmarke der EMB für Privatkunden in der Lausitz fortgeführt. Der bisherige Firmensitz der SpreeGas in Cottbus wird als Zweigniederlassung der EMB Energie Brandenburg beibehalten. Auch an den bekannten Standorten der Kundenbüros von SpreeGas soll sich nichts ändern. Hauptsitz des Unternehmens wird Michendorf sein. (hoe)



