Für die noch jungen Berliner Stadtwerke ist es ein Meilenstein, mit einem Jahresvolumen von 100 Mio. Euro ist es der wahrscheinlich größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte: Seit Anfang des Jahres beliefert das kommunale Unternehmen die Wasserbetriebe und die Behörden und Einrichtungen des Landes mit Ökostrom. In der Ausschreibung hatte der Berliner Senat dem landeseigenen Unternehmen den Zuschlag erteilt. Bisher hatten die landeseigenen Einrichtungen die Energie vom Energieversorger Vattenfall bezogen.
Der Sprecher der Stadtwerke bestätigte gegenüber der ZfK einen entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost". Der schwedische Energieversorger fungiert vorerst als Vorlieferant für die Stadtwerke, nach zwei Jahren soll der Kommunalversorger die komplette Energiebeschaffung und Großkundenabrechnung dann alleine übernehmen.
Sieben Lose
Das kommunale Unternehmen wird in Kooperation mit Vattenfall dem Land etwa 640 GWh an Ökostrom pro Jahr verkaufen. Der Auftrag ist in sieben Lose aufgeteilt. Betrieben werden mit der Energie unter anderem die Berliner Ampeln, die Gebäude von Feuerwehr, Polizei und die Gefängnisse, sowie Sport- und Kultureinrichtungen und die landeseigenen Kliniken, Rechenzentren und Universitäten.
Die Berliner Stadtwerke wurden 2013 als Tochter der Berliner Wasserbetriebe gegründet und beliefern mittlerweile rund 15.000 Privatkunden mit regional erzeugtem Ökostrom. Ziel der Neugründung war es, dass das Bundesland bis 2025 klimaneutral wird. Deshalb setzt das Unternehmen bei Erzeugung und Vertrieb ausschließlich auf Strom aus Wind- und Solarenergie. (hoe)



