Die Bundesregierung hat die Heizungsbranche mit Industrie, Großhandel und Handwerk als systemrelevant für den Schutz kritischer Infrastrukturen eingestuft. Darüber informiert der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie in einer Pressemitteilung. Diese Einstufung betrifft das Heizungsfachhandwerk sowie die Werkskundendienste der BDH-Mitgliedsunternehmen, die für die Versorgungssicherheit durch große Heizzentralen, Trinkwasserkaskaden und weiterer gebäudetechnischer Anlagen sorgen. Im ersten Quartal verzeichnete die Branche eine sehr gute Auslastung.
Der Verband ist auch für die kommenden, „sicherlich schwierigen Wochen“ vorsichtig optimistisch, dass die vergleichsweise positive wirtschaftliche Entwicklung der Branche aus dem ersten Quartal fortgesetzt werden könne. Die Zuversicht begründet sich auch in den Förderinstrumenten, die die Bundesregierung zum 1. Januar 2020 im Rahmen des Klimaschutzpakets zur Verfügung gestellt hat. Als Risiko sieht der BDH Störungen der Lieferketten, etwa mit den italienischen Schwesterunternehmen. Diese liefern im wesentlichen Komponenten für heiztechnische Systeme. Der Verband sieht dennoch positive Anzeichen für die italienische Industrie. Durch die sich derzeit abzeichnenden Maßnahmen der italienischen Regierung, könnte die Produktion langsam aber sicher wieder zugelassen werden.
"Branche könnte sich als Konjunkturlokomotive erweisen"
"Nach der Corona-Krise respektive der geplanten Lockerungen der Vorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Krise könnte sich die deutsche Heizungsbranche als dynamische Konjunkturlokomotive erweisen", so BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. „Wir setzen im Sinne der Erhaltung der annähernd 500.000 Arbeitsplätze in unserer Branche weiterhin auf positive Signale aus der Politik, um die bisherige Dynamik in der Branche weiter zu unterstützen.“ (hoe)
