Präsentation auf dem Dach des neuen RheinMain CongressCenters in Wiesbaden (von links): Ralf Schodlok (Vorstandsvorsitzender ESWE Versorgungs AG), Detlev Bendel (Leiter des Dezernats für Wirtschaft), Martin Michel (Geschäftsführer RheinMain CongressCenter), Jörg Höhler (Vorstandsmitglied ESWE Versorgungs AG), Andreas Kowol (Leiter des Dezernats für Umwelt, Grünflächen und Verkehr) und Thomas Rosenbauer (Leiter Einkauf und Materialwirtschaft ESWE Versorgung).

Präsentation auf dem Dach des neuen RheinMain CongressCenters in Wiesbaden (von links): Ralf Schodlok (Vorstandsvorsitzender ESWE Versorgungs AG), Detlev Bendel (Leiter des Dezernats für Wirtschaft), Martin Michel (Geschäftsführer RheinMain CongressCenter), Jörg Höhler (Vorstandsmitglied ESWE Versorgungs AG), Andreas Kowol (Leiter des Dezernats für Umwelt, Grünflächen und Verkehr) und Thomas Rosenbauer (Leiter Einkauf und Materialwirtschaft ESWE Versorgung).

Bild: © Paul Müller/ESWE Versorgung

"Wir hatten uns dem Ziel des effizienten Bauens von Beginn an verschrieben, und wir haben durch die Kombination verschiedener Technologien effizient gebaut und damit Impulse für innovativen Klimaschutz in Gebäuden gegeben", sagte Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel bei der Präsentation des Konzeptes zum neuen "RheinMain CongressCenter" in Wiesbaden. Dort wird unter anderem die Energie, die für den Betrieb der Wärmepumpe zum erwärmen der Bodenfläche nötig ist, mittels einer Photovoltaikanlage mit 788 Modulen erzeugt.

Umgesetzt haben das Energiekonzept, das auf drei Bausteinen basiert, die Stadt Wiesbaden als Bauherr im Schulterschluss mit dem Wiesbadener Umweltamt und dem kommunalen Energiedienstleister ESWE Versorgungs AG.

Zertifikat in Platin

Die Kooperation der Drei wurde bereits belohnt: Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zeichnete das "RheinMain CongressCenter" mit dem Zertifikat in Platin aus. Mit diesem höchstmöglichen Gütesiegel würdigt die Gesellschaft das Gebäude, das sich ständig verändernden Anforderungen an Beheizung und Kühlung anpassen kann, als eines der nachhaltigsten Veranstaltungszentren weltweit.

Hessens Umweltdezernent Andreas Kowol nannte das  Energieversorgungskonzept ein "hessenweit einmaliges Leuchtturmprojekt im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden". Beim "RheinMain CongressCenter" werden ihm zufolge gleich mehrere im Wiesbadener Klimaschutzkonzept favorisierte Maßnahmen kombiniert. Dazu gehört die Energieeffizienz von Nicht-Wohngebäuden, die Förderung von Solarenergie, der Ausbau der Fernwärme, die Nutzung von Abwasserwärme sowie Contracting Modelle zur Eigenstromerzeugung.

Kombination mehrerer Maßnahmen

Das Veranstaltungszentrum wird über temperierte Bodenflächen geheizt. "Dazu nutzen wir die Wärme aus dem Abwasser des Kanals", erläuterte Jörg Höhler, ESWE-Vorstandsmitglied. Die Versorgung der Spitzenlasten geschieht mit Fernwärme aus dem Biomasseheizkraftwerk.

"Die Energie, sprich der Strom, der für den Betrieb der Fernwärmepumpe benötigt wird, erzeugt die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Halle Nord", erklärt Höhler das Energiekonzept, das die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 unterschreitet.

Das Land Hessen fördert das Projekt der Abwasserwärmenutzung, von der Stadt Wiesbaden wurde die PV-Anlage, die jährlich rund 180 000 kWh Solarstrom produziert, bezuschusst. (sg)



 





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