Einfach zur PV-Anlage auf dem Dach: Hausbesitzer senden Fotos vom Dach an den Kundenberater. In wenigen Minuten wird per KI die passende Solaranlage geplant. Anschließend kommt es zum Beratungsgespräch über ein Videotelefonat. Im dritten Schritt überprüft ein Monteur vor Ort, ob alle Maße stimmen.

Einfach zur PV-Anlage auf dem Dach: Hausbesitzer senden Fotos vom Dach an den Kundenberater. In wenigen Minuten wird per KI die passende Solaranlage geplant. Anschließend kommt es zum Beratungsgespräch über ein Videotelefonat. Im dritten Schritt überprüft ein Monteur vor Ort, ob alle Maße stimmen.

Bild: © tl6781/AdobeStock

Die HKNs könnten den Betreibern von PV-Anlagen auf gewerblichen Gebäuden ermöglichen, grünen Strom am gleichen Standort zu verkaufen. In der Praxis sei dies aber nahezu unmöglich, diese Strommengen über dieses Instrument zertifizieren zu lassen, führt Frankfurter Energiedienstleister und Softwareanbieter Node Energy aus.

Nach Unternehmensangaben setzen bereits über 240 Kunden mit einem Projektvolumen von mehr als 100 MW installierter Leistung mit Unterstützung von Node Energy gewerbliche Mieterstromprojekte um.

Marktprozesse sind unflexibel

Den Grund für die Zertifizierungsprobleme sieht das Unternehmen in den unflexiblen Marktprozessen, die noch darauf ausgerichtet sind, dass Grünstrom ausschließlich über das öffentliche Netz zu den Verbrauchern fließe. Die Nachteile entstehen dadurch sowohl für Anbieter als auch für Abnehmer vom gewerblichen Mieterstrom. So könne der Strom von den Unternehmen, etwa für ESG-Audits (Environmental, Social and Corporate Governance), nicht als reiner Grünstrom ausgewiesen werden.

Um den vor Ort genutzten Strom beim zuständigen Umweltbundesamt zertifizieren zu können, sei zudem ein aufwändiger und teurer Prozess notwendig. Ein Umweltgutachten koste nicht nur unverhältnismäßig viel Zeit, sondern mache die Beantragung der so dringend von der Wirtschaft geforderten Herkunftsnachweise "absolut unrentabel", kritisiert Matthias Karger, CEO von Node Energy.

"Umweltgutachten muss weg"

Die Pflicht für ein Umweltgutachten müsse daher wegfallen, fordert Karger. Dieses lasse sich durch einen einfachen Nachweis über die erzeugten Strommengen mit einem geeichten Messsystem ersetzen. "Dies ist bereits bei Stromsteuermeldungen sowie im Rahmen des EEG marktübliche Praxis."

Darüber hinaus fordert der Energiedienstleister vom Bundeswirtschaftsministerium, die Anmeldung von HKNs auf digitalem Weg für Unternehmen deutlich zu erleichtern. (am)

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