Der UN-Klimagipfel in Madrid konnte die Erwartungen nicht erfüllen, es bleiben große Herausforderungen.

Der UN-Klimagipfel in Madrid konnte die Erwartungen nicht erfüllen, es bleiben große Herausforderungen.

Bild: © S.Hofschlaeger/pixelio.de

Die deutsche Versicherungswirtschaft will das Geld ihrer Kunden bis zum Jahr 2050 nur noch klimaneutral anlegen. «Langfristig wollen die Versicherer keine gewerblichen und industriellen Risiken mehr zeichnen, die den Transformationsprozess zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft negieren», teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Freitag mit.

Das habe das Präsidium des Verbands beschlossen. Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet. Insgesamt geht es demnach um Kapitalanlagen in Höhe von 1,7 Billionen Euro.

EU arbeitet Standards für nachhaltige Anlagen aus

Einheitliche Kriterien darüber, wie ein nachhaltiges Anlageprodukt aussieht und in was die Versicherer konkret investieren können, gebe es derzeit nicht, teilte ein GDV-Sprecher mit. «Momentan definieren das alle Unternehmen für sich selbst.» Orientierung böten Rating-Agenturen, die aber ihre je eigenen Nachhaltigkeitskriterien anlegten. Derzeit werde auf EU-Ebene eine standardisierte Begrifflichkeit ausgearbeitet.

Vergangene Woche hatte sich bereits der Allianz-Versicherungskonzern für die klimaneutrale Umschichtung seiner 800 Milliarden Euro Kapitalanlagen ein neues Zwischenziel gesetzt: Bis 2025 sollen die Treibhausgasemissionen demnach um ein Viertel sinken. (dpa/hoe)

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