Rund 1650 Wohnungen umfasst aktuell der Bestand der Genossenschaft "Wohnungsunternehmen Amberg" (Symbolbild). Bis 2050 soll dieser generalsaniert und klimaneutral gestellt werden.

Rund 1650 Wohnungen umfasst aktuell der Bestand der Genossenschaft "Wohnungsunternehmen Amberg" (Symbolbild). Bis 2050 soll dieser generalsaniert und klimaneutral gestellt werden.

Bild: Viappy/Adobestock

Einen klimaneutralen Wohnungsbestand bis 2050 – das ist das Ziel der Genossenschaft Amberger Wohnungsunternehmen. In einem ersten Schritt sollen 421 der aktuell rund 1650 Wohnungen generalsaniert werden. Zum Auftakt wurden mehrere Gebäude in der Endemannstraße entkernt und für die Sanierung vorbereitet.

Die Genossenschaft kooperiert bei dem Großprojekt eng mit den Stadtwerken Amberg. Die beiden Unternehmen bauen dazu die bisherige Zusammenarbeit weiter aus. Der Fokus soll dabei auf einer klimaneutralen Strom- und Wärmeversorgung auf Quartiersebene liegen, heißt es in einem Online-Artikel der "Oberpfalz Medien". In verschiedenen Schritten werde der Wohnungsbestand energie- und wärmetechnisch umgerüstet.

Investitionen im zweistelligen Millionenbereich

Die Genossenschaft rechnet in den nächsten Jahren mit Investitionen von 15 bis 20 Millionen Euro. Das Wohnungsunternehmen Amberg wird mit der Umsetzung dieses Klimaziels bis 2050 nach eigenen Angaben voraussichtlich mehr als 50.000 Tonnen CO2 vermeiden.

Den Startpunkt bildet die bereits begonnene Quartiersentwicklung am Eisberg, bei der 65 Häuser mit rund 420 Wohnungen energetisch modernisiert werden. "Die Strategie bis 2050 ist klar", erklärt Dieter Gerl, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft. "Zur Erreichung der durch die Bundesregierung vorgegebenen Klimaschutzziele sind umfassende energetische Sanierungen im Wohnungsbestand notwendig. Wir müssen mehr Wohneinheiten pro Jahr modernisieren, den Anteil von Vollmodernisierungen erhöhen sowie auf erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung setzen. "

Grüner Strom aus BHKW und PtG-Anlagen

Ab 2023 sollen bei Bestandsmodernisierungen möglichst strombasierte Anlagen aus regenerativen Energien wie etwa Blockheizkraftwerke oder Power-to-Gas-Anlagen eingesetzt werden. Die Wohnkosten sollen auch im Zuge der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands sozialverträglich bleiben, so Gerl. „Die erneuerbaren Energien bergen das Potenzial, den Strompreis und damit die Wohnnebenkosten für unsere Bewohnerinnen und Bewohner langfristig in Grenzen zu halten.“ (hoe)

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