Die Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln (WSK) baut am Hermeskeiler Platz in Sülz Werkswohnungen im Auftrag der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Nach Plänen des Frankfurter Büros happarchitecture soll dort ein gemischtgenutztes Gebäude aus zwei Baukörpern mit einer darunterliegenden Tiefgarage entstehen. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 vorgesehen.
Die Verkehrsbetriebe investieren in dieses Bauvorhaben, um ihren Mitarbeitern attraktiven Wohnraum zu bezahlbaren Konditionen zur Verfügung zu stellen. Im Wettbewerb mit anderen Unternehmen stelle dies angesichts der Wohnungsknappheit in Köln einen großen Vorteil dar und bildet einen Beitrag zur Stadt der kurzen Wege zwischen Arbeitsplatz und Wohnung der Beschäftigten der Kölner Verkehrsbetriebe, so das kommunale Unternehmen.
Wohnungen als Standortvorteil
„Bei den derzeitigen Werkswohnungen verzeichnen wir eine Auslastung von 100 Prozent durch Mitarbeiter der Stadtwerke“, sagt Bernd Preuss, Prokurist der Wohnungsgesellschaft der SW Köln. Er sieht hier einen Vorteil des Konzerns im bundesweiten Wettbewerb um Fachkräfte. Denn allein in den nächsten Jahren werde voraussichtlich ein Drittel der 12.500 Mitarbeiter in Ruhestand gehen.
Die KVB investiert nach eigenen Angaben dazu 16,3 Millionen Euro in das Bauvorhaben. Im größeren Gebäudeteil werden 41 Wohnungen für Mitarbeiter der KVB entstehen; für die Gewerbefläche im Erdgeschoss ist eine Nutzung als Bäckerei mit einem Café angedacht. Im kleineren Gebäude wird eine vierzügige Kindertagesstätte untergebracht, die KVB-Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.
Modernes Mobilitätskonzept
Das neue Gebäude wird gemeinsam mit den bereits bestehenden Häusern Hermeskeiler Straße 13 und 15 über eine Heizungsanlage versorgt. Den Mietern wird Strom aus Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt, die sowohl auf dem Dach einer der beiden Neubauten als auch auf dem des Gebäudes Hermeskeiler Straße 13 installiert werden. Die Tiefgarage bietet Platz für 61 Autos, etwa 80 Fahrräder sowie zehn Lastenräder.
Zunächst werden zehn Prozent der Stellplätze mit einer entsprechenden Ladeinfrastruktur für Elektroautos eingerichtet; es werden Leitungswege vorgerüstet, um langfristig alle Stellplätze elektrisch zu versorgen. Nach eigenen Angaben befindet sich die Wohnungsgesellschaft derzeit in Verhandlungen mit Sharing-Anbietern, um Mietern künftig die Nutzung von E-Bikes sowie einen E-Car-Sharing-Dienst zu ermöglichen. Je nach Auslastung sollen diese ausgeweitet werden. (jk)
