Bild: © VKU Verlag

Im Frühjahr 2017 gingen Menden und Bielefeld als erste Crowds an den Start. Düren und Leipzig zogen wenige Wochen später nach. Mittlerweile sieben kommunale Unternehmen haben ihr Sponsoring auf Crowdfunding umgestellt und damit über 300 000 Euro für lokale Projekte gesammelt.

Genauer gesagt haben die Menschen vor Ort die Rekordsumme gespendet, denn genau darum geht es bei der Schwarmfinanzierung der Ver- und Entsorger. Auf den White-Label-Plattformen der Kommunalen können Ideengeber ihre Projekte mit der benötigten Spendensumme einstellen und sich so Unterstützung aus der Region holen.

Bedarfsorientiertes, demokratisches Spenden

Der Clou dabei – Vorhaben werden nur dann realisiert, wenn genug Menschen spenden und somit ausreichend Interesse an dem jeweiligen Projekt besteht. Menden, Bielefeld, die Wemag oder auch die AVU aus dem Ruhrgebiet greifen für jedes gewollte Projekte nochmal in den eigenen Fördertopf und werden damit selbst zum Unterstützer. Crowdfunding macht Spenden transparent und sorgt gleichzeitig für eine größere Bandbreite an realisierten Projekten. Schließlich können die Kommunalen mehr Ideen bezuschussen, wenn die Crowd finanziell mithilft.

Seit Mai 2017 setzten über 3800 Unterstützer 58 soziale Projekte um. Das bislang größte Vorhaben stammte aus Leipzig – die Sachsenmetropole sammelte 100 000 Euro für den Kunstrasen des örtlichen Fußballvereins (FC Lokomotive) ein. Bei der Umsetzung der Online-Finanzierungsplattform können sich Versorger Hilfe vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) holen. Durch einen Rahmenvertrag mit den Stuttgarter Crowdfunding-Experten „fairplaid“ funktioniert die Implementierung und Verwaltung der Website im Handumdrehen. (ls)

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