Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern (beide Rheinland-Pfalz) werden künftig nicht enger zusammenarbeiten oder gar fusionieren. Das gab die Stadt Pirmasens kürzlich bekannt.
"Alle Optionen wurden gemeinsam geprüft", lässt sich Michael Maas (CDU), Bürgermeister der Kommune und Aufsichtsrat der Stadtwerke, zitieren. "Schlussendlich sind jedoch die Kooperationsbemühungen an zu großen Unterschieden in der Aufbau- und Ablauforganisation aufgrund unterschiedlicher Strukturen und Größe gescheitert."
Debatte um Fusion
Pirmasens' Oberbürgermeister Markus Zwick (ebenfalls CDU) zeigt sich gleichfalls bereit, erneut in Gespräche einzusteigen, wenn sich neue Erkenntnisse oder Entwicklungen in beiden Unternehmen ergeben würden. Dies sehe Klaus Weichel (SPD), Oberbürgermeister von Kaiserslautern, ebenso, heißt es in der Mitteilung.
Vor fast zweieinhalb Jahren hatten die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern beschlossen, die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens voranzutreiben. Die Beteiligten hatten diese Option einer Fusion der beiden Unternehmen oder einem Grüne-Wiese-Ansatz, bei dem von Grund auf alles neu geplant wird, vorgezogen. (Die ZfK berichtete.)
Auf Augenhöhe
Konkret wollten die Stadtwerke eine gemeinsame Service- und Netzgesellschaft gründen. Wie die Zeitung "Rheinlandpfalz" berichtet, hätten beide Partner auf Augenhöhe agieren sollen. Der größte Teil der Belegschaft der Stadtwerke Kaiserslautern wäre darin aufgegangen. Pirmasens wiederum hätte eine Kapitaleinlage tätigen müssen, um mit dem finanzkräftigeren Partner mithalten zu können. (ab)
