Aufgrund der Rekorderzeugung an Ökostrom und niedrigen Großhandelspreisen könnte die EEG-Umlage im kommenden Jahr auf acht Cent pro kWh steigen. Weil das einen schnellen Wirtschaftsaufschwung erschweren kann, wird seit Tagen über eine Absenkung der EEG-Umlage diskutiert. Nun hat sich mit der Stadtwerke Krefeld-Tochter Lekker Energie ein Energievertrieb in die laufende Diskussion eingeschaltet.
Lekker-Chef Josef Thomas Sepp fordert mit Blick auf die aktuelle Debatte eine generelle Neuordnung des Steuer- und Abgabensystems. "Wir als Energielieferant treiben über die Stromrechnung bei unseren Kunden neun verschiedene Umlagen, Steuern und Entgelte ein. Außer einem hohen Verwaltungsaufwand haben wir in der Funktion des Kassenwarts davon nichts. Steigt die EEG-Umlage bekommen wir dann noch den ja durchaus berechtigten Ärger unserer Kunden ab", so der Sprecher der Lekker-Geschäftsführng.
"Größere Rolle für Energiepreis als Wettbewerbspreis"
Die Debatte um einen neuen Mechanismus für die EEG-Umlage müsste aus seiner Sicht insgesamt zu einer Vereinfachung des Steuer- und Abgabensystems führen, bekräftigte Sepp. "Derzeit besteht der Strompreis je Kilowattstunde zu rund 80 Prozent aus Steuern und Abgaben. Wir brauchen aber ein System, in dem der reine Energiepreis als Wettbewerbspreis eine viel stärkere Rolle spielt. Das würde dann letztendlich auch dem Verbraucher zu Gute kommen." (hoe)
